Schwerpunkt Leberchirurgie und Gallenchirurgie

Im Bereich der Hepatobiliären-Chirurgie werden Erkrankungen der Leber (= Hepar) sowie der Gallenwege und der Gallenblase (Galle =bilis) behandelt. Diese können gutartig sein (wie Zysten oder Entzündungen) oder bösartig, etwa Lebertumore oder Metastasen von anderen an Krebs erkrankten Organen. Mit über 450 Gallenblasen-Operationen im Jahr ist das Krankenhaus Reinbek in diesem Bereich das 4. größte Zentrum in Norddeutschland.

verified_user Partner des Universitären Cancer Centers
Ein Ärzteteam operiert einen Bauch, es werden Instrumente gehalten und konzentriert auf einen Bildschirm geschaut

Leberchirurgie, Gallengang-Chirurgie und Zentrum für Gallenblasenchirurgie am St. Adolf-Stift

Sie haben eine Erkrankung der Leber oder der Gallenwege und brauchen eine kompetente Beratung für die konservativen und operativen Therapieoptionen? Wir bieten Ihnen ein weitreichendes interdisziplinäres Behandlungsspektrum von der alleinigen individuellen Beratung bis zur großen Leberkrebsresektion an. Durch eine enge Verzahnung der Fachabteilungen, kurze Entscheidungswege und technische Ausstattung auf universitärem Niveau folgen wir in der Leberchirurgie unserem Leitbild “Beste Medizin. Ganz nah“. Sie werden von einem kleinen Team von Spezialisten vom Anfang bis zum Ende der Behandlung, ggf. auch ambulant individuell betreut. Dadurch haben Sie immer einen kompetenten Ansprechpartner, der auch für Ihren Hausarzt jederzeit zur Verfügung steht. Die operativen Therapiemöglichkeiten an Leber und Gallenwegen haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Durch umfangreiche Erkenntnisse und neue chirurgische Techniken mit modernsten Geräten, inklusive der robotischen Chirurgie, ist es gelungen, die Komplikationsrate deutlich zu senken und immer mehr Patienten eine operative Therapie zu ermöglichen. Durch die hervorragende apparative Ausstattung werden bei uns im St. Adolf-Stift grundsätzlich alle Gallenblasenoperationen und immer mehr Operationen an der Leber minimalinvasiv oder robotisch durchgeführt. Dies führt zu einer deutlich schnelleren Erholung und kürzerer Verweildauer im Krankenhaus, ohne Kompromisse in der Therapie eingehen zu müssen.  

Unser Leistungsspektrum umfasst alle Operationen bei gutartigen und bösartigen Erkrankungen der Leber, der Gallenblase und der Gallenwege außer Transplantationen.

 

Leistungsspektrum Gallenblase

Symptomatische Gallensteine

Gallenblasenentzündungen

Gallenblasenpolypen

Gallenblasenkrebs (Carcinom)

Leistungsspektrum Gallenwege

Gallengangzysten

Verletzungen oder Verengungen der Gallenwege

Bösartige Tumoren der Gallenwege (Klatskintumor)

Leistungsspektrum Leber

Lebermetastasen aller Dignitäten

Leberkrebs (primäre bösartigen Lebertumoren): Hepatocelluläres Carcinom (HCC), Cholangiocelluläres Carcinom (CCC), Sarkome der Leber

Gutartige Tumoren der Leber: Hämangiom, Fokale noduläre Hyperplasie (FNH), Leberadenom

Leberverletzungen

Leberabszesse

Leberzysten: Dysontogenetisch, Echinokokkus

Logo des Universitären Cancer Centers Hamburg

Partner des Universitären Cancer Centers

Ein Ärzteteam operiert einen Bauch, es werden Instrumente gehalten und konzentriert auf einen Bildschirm geschaut

Zentrum für Gallenblasenchirurgie

Bei Gallenblasenoperationen sind wir mit über 450 Eingriffen jährlich eines der 4 größten Zentren in Schleswig-Holstein und Hamburg. Wir gelten als überregionales Zentrum zur Versorgung von komplexen Gallenwegserkrankungen. Sowohl bei den Komplikationsraten, als auch bei dem Anteil der Operationen, die mit einem normalen Bauchschnitt beendet werden müssen, liegen wir deutlich besser als im Bundesschnitt. Die durchschnittliche Verweildauer nach elektiver Gallenblasen-Operation beträgt nur eine Nacht. In ausgesuchten Fällen wird diese Operation auch ambulant durchgeführt. 

Im OP wird an einem Bauch operiert.

Leberchirurgie

Im Bereich der Leberchirurgie bieten wir alle gängigen Operationen von der minimalinvasiven Leberzystenentdeckelung bis zur Entfernung von bis zu 80 % der Leber an. Hierbei kommen ggf. auch Maßnahmen zur Vergrößerung der Leber wie der Pfortaderembolisation oder dem ALPPS- Verfahren zum Einsatz, bei denen die Wachstumskompetenz der Leber genutzt wird, um nach der Operation ausreichend funktionierendes Lebervolumen zur Verfügung zu haben. So kann zunächst nicht operablen Patienten doch noch eine Heilung angeboten werden. Dabei kommt uns die langjährige Erfahrung als Transplantationschirurgen entgegen und resultiert in einer deutlich unterdurchschnittlichen Komplikations- und Sterberate von unter 1% im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt. Aufgrund der Anwendung von neuesten Geräten zur sicheren Durchtrennung des Lebergewebes ist die Gabe von Blutkonserven in der Regel nicht mehr erforderlich. Mit unserer leberchirurgischen Expertise stehen wir auch anderen Krankenhäusern im Rahmen von Beratungen bei Tumorkonferenzen zur Verfügung und Kooperieren mit dem Universitäreren Cancer Center Hamburg (UCCH).

Ablauf im Krankenhaus

Um den Krankenhausaufenthalt für Sie so angenehm und kurz wie möglich zu halten werden Sie erst am Morgen der Operation aufgenommen. Operationen der Gallenblasen und Leber werden immer in Vollnarkose ausgeführt. Die durchschnittliche Verweildauer nach Entfernung der Gallenblase beträgt einen Tag und nach einer Leberoperation ca. 5 bis 10 Tage.

Bei Tumorpatienten wird nach Eingang des Ergebnisses der feingeweblichen Untersuchung jeder Einzelfall obligat in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz mit Spezialisten aus verschiedenen Fachrichtungen (Viszeralchirurgie, Onkologie, Gastroenterologie, Strahlentherapie) besprochen. Die Empfehlung wird nachfolgend direkt an Sie und Ihren Hausarzt weitergereicht und das weitere Therapiekonzept geplant.

Patienten mit großen Eingriffen an der Leber oder den Gallenwegen erhalten noch während des stationären Aufenthaltes eine Beratung durch unseren Sozialdienst über die Möglichkeit einer Anschlussheilbehandlung. Bei bösartigen Tumoren der Leber ist eine postoperative ambulante Tumornachsorge mit regelmäßigen Kontrolluntersuchungen erforderlich, die in enger Absprache mit dem Hausarzt und Onkologen über unsere Sprechstunde verfolgt wird.

Leberchirurgischen Spezialsprechstunde und notwendige Voruntersuchungen

In unserer Leberchirurgischen Spezialsprechstunde erfolgt zunächst eine individuelle und unverbindliche Beratung zu Operationen oder nicht operativen Behandlungsmöglichkeiten von Leber- und Gallenwegserkrankungen direkt durch den Leiter der Leberchirurgie Dr. Christian Hillert.

Um eine Entscheidung über den weiteren Behandlungsablauf treffen zu können, benötigen wir bei der ersten Vorstellung möglichst viele und aktuelle Voruntersuchungen. Insbesondere sind Computer- und Kernspintomografiebilder (CT, MRT) - möglichst in Form einer CD oder eines Codes - hilfreich. Der schriftliche Befund reicht in der Regel nicht für die fachkundige Beurteilung aus.

Bei unklaren Befunden oder zur Planung von komplexen Operationen ist gelegentlich die Durchführung von speziellen Computer-, Kernspintomografien (MRT) oder Kontrastmittel-Sonografien notwendig. Mittels dreidimensionaler Rekonstruktion lassen sich schwierige Operationen im Voraus planen und die für eine ausreichende Leberfunktion notwendige Leberrestgröße bestimmen.

Zur Anmeldung und bei Fragen oder Problemen vor einer geplanten Operation rufen Sie uns gerne unter Telefon 040 / 72 80 - 3800 an.

Unser Team

Leitender Oberarzt

Dr. med. Christian Hillert

Facharzt für Chirurgie

Sekretärin

Olla Kronhard

Sekretariat Chirurgische Klinik

Sekretärin

Mariola Cirsovius

Sekretariat Chirurgische Klinik