Chest Pain Unit (CPU)

In einer Chest Pain Unit (CPU) kümmert sich Expert:innen um Patient:innen mit plötzlichen Brustschmerzen. Denn dahinter kann eine harmlose Ursache stecken – aber auch ein lebensbedrohlicher Notfall wie ein Herzinfarkt. Damit im Ernstfall keine Zeit verloren geht, gibt es standardisierte Abläufe, moderne Diagnosegeräte und ein rund um die Uhr einsatzbereites Team. Die Reinbeker Chest Pain Unit ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifiziert. 

verified_user Zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
2 Pflegerinnen betreuen eine schwer kranke Patientin auf der Intensivstation

Was ist eine Chest Pain Unit (CPU)?

Eine Chest Pain Unit (CPU) – auf Deutsch „Brustschmerz-Einheit“ – ist eine speziell ausgestattete und organisierte Einheit zur schnellen Abklärung von akuten Brustschmerzen und anderen Beschwerden, die auf eine Erkrankung des Herzens (insbesondere Herzinfarkt) oder der Gefäße hinweisen können.

Das Besondere an einer CPU ist die Kombination aus schneller fachärztlicher Beurteilung, standardisierten Untersuchungsabläufen, kontinuierlicher Überwachung und der unmittelbaren Verfügbarkeit weiterführender Diagnostik und Behandlung. Das Team der CPU und des Reinbeker Herzkatheters steht dafür in 24-Stunden-Bereitschaft das gesamte Jahr über rasch zur Verfügung.

Denn bei neu aufgetretenen oder ungewohnten Brustschmerzen lässt sich zunächst nicht sicher sagen, ob eine harmlose Ursache oder ein lebensbedrohlicher Notfall dahintersteckt. Ein Herzinfarkt, eine Lungenembolie oder Ähnliches müssen möglichst schnell erkannt beziehungsweise ausgeschlossen werden.

Für die Behandlung von Brustschmerzen zertifiziert von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie

Zertifizierte Chest Pain Units wie die des Krankenhauses Reinbek unterliegen dafür definierten hohen Qualitätsanforderungen der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK).

Wann sollte ich mich in einer CPU vorstellen?

Eine Vorstellung in der CPU erfolgt insbesondere bei akut auftretenden oder neuartigen Brustschmerzen über unsere Notaufnahme. Beschwerden können sich beispielsweise als Druck, Enge, Brennen oder Schmerzen im Brustbereich, Schmerzen mit Ausstrahlung in Arm, Schulter, Rücken, Hals oder Unterkiefer oder plötzlich auftretende Atemnot bemerkbar machen.

Wichtig: Nicht jeder Herzinfarkt verursacht typische starke Brustschmerzen. Insbesondere bei Frauen können auch Übelkeit, Oberbauch- oder Rückenschmerzen im Vordergrund stehen. 

Was passiert in einer Chest Pain Unit (CPU)?

Das Ziel der CPU ist es, möglichst schnell herauszufinden, was hinter den Beschwerden steckt und zu entscheiden, ob eine unmittelbare Behandlung notwendig ist. Bei entsprechenden Beschwerden werden die Patient:innen überwacht und es werden gezielt Untersuchungen in die Wege geleitet. Standardisierte diagnostische und therapeutische Algorithmen sind in unserem Krankenhaus implementiert und sichern eine schnelle und zielsichere Versorgung.

Wie lange dauert mein Aufenthalt in der CPU?

Wie lange der Aufenthalt in einer ChestPain Unit dauert, lässt sich nicht pauschal sagen. Bei manchen Patient:innen lässt sich ein akuter Herzinfarkt beziehungsweise eine andere gefährliche Ursache bereits nach den ersten Untersuchungen innerhalb weniger Stunden ausschließen. In anderen Fällen sind weitere Untersuchungen notwendig.

Eine Pflegerin betreuen eine schwer kranke Patientin auf der Intensivstation, sie bekommt eine Sauerstoffmaske angelegt

Was sollten Sie mitbringen?

Bei einem medizinischen Notfall mit Verdacht auf Herzinfarkt gilt: Nicht abwarten, sondern 112 für den Rettungsdienst rufen und den Verdacht auf Herzinfarkt äußern. 

Bitte verlieren Sie also keine Zeit mit dem Suchen von Unterlagen. Die schnelle medizinische Versorgung hat Vorrang. Wenn es Ihnen oder Angehörigen möglich ist, können folgende Unterlagen (auch im Nachgang) für das Behandlungsteam hilfreich sein:

  • Krankenversicherungskarte
  • ein aktueller Medikationsplan
  • Allergien und Unverträglichkeiten
  • Informationen über bekannte Erkrankungen bzw. relevante Arzt- und Krankenhausberichte
  • ggf. kardiologische Vorbefunde

Unser Team

Chefärztin

Dr. med. Britta Goldmann

Fachärztin für Innere Medizin und für Kardiologie

Leitende Oberärztin

Dr. med. Malgorzata Knap

Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

Oberärztin

Dr. med. Anna-Lena Hannekum

Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

Oberärztin

Dr. med. Deniz Altin

Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie

Oberarzt

Dr. med. Christian Dirk Keller

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Oberarzt

Sorush Nader

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Oberarzt

Dr. med. Alexander Dutsch

Facharzt für Innere Medizin und Kardiologie

Sekretärin

Kerstin Geßner

Office Management Klinik für Kardiologie