Tumorkonferenzen

In zwei wöchentlichen Tumorkonferenzen des Krankenhauses Reinbek tauschen sich interne und externe Experten fortlaufend über die für jeden Krebspatienten individuell beste Therapie aus Operation, Chemotherapie und Strahlenbehandlung aus. Die besonderen Aspekte des Einzelfalls werden dort diskutiert, um die Behandlungsmaßnahmen individuell für jede Patientin und jeden Patienten festzulegen. Dafür entscheidend ist der Tumorsitz, seine Ausbreitung und seine Bösartigkeit.

Ein Hörsaal voller Ärzt:innen schauen einem Vortrag zu

Ablauf der Tumorkonferenz

Der Patient oder die Patientin wird immer von dem Arzt vorgestellt, der diese mit ihren individuellen Gesichtspunkten, Wünschen, aber auch Begleiterkrankungen und Kontraindikationen kennt. Während der Konferenz werden dann die entscheidenden Befunde Röntgenbilder, Endoskopieaufnahmen, Pathologiebefunde und ggf. Bilder des Befundes bei der Operation demonstriert. Gemeinsam wird dann über die optimale Behandlungsstrategie beraten, wobei soweit möglich immer die Empfehlungen der jeweiligen Fachgesellschaften (z.B. beim Darmkrebs die sogenannten S3-Leitlinien) umgesetzt werden. Es wird ferner geprüft, ob die Kriterien für den Einschluss in klinische Studien erfüllt sind, deren Teilnahme daran den Patient:innen empfohlen wird.

Eckdaten der Tumorkonferenzen am St. Adolf-Stift

  • Dienstag, 15.00 Uhr für die Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, Onkologie sowie Innere Medizin & Gastroenterologie

  • Mittwoch, 15.00 Uhr für die Gynäkologie und Urologie

Raum: Hörsaal, UG im Krankenhaus Reinbek

Leitung: Dr. med. Cay-Uwe von Seydewitz und Dr. med. Michael Görn (Chefärzte der Klinik für Onkologie)

Anmeldung: bis jeweils 16.00 Uhr des Vortages

Teilnehmende

Gemäß den Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft sind Fachärzte für Gastroenterologie, Pathologie, Radiologie, Strahlentherapie, Hämatologie und medizinische Onkologie sowie ein Vertreter des jeweiligen operativen Faches (Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Urologie und /oder Gynäkologie) immer anwesend. In der Regel sind dies die Chefärzte selbst oder ihre Stellvertretungen. An der Konferenz nehmen bei Bedarf auch andere Fachdisziplinen z.B. Psychoonkologie, Palliativmedizin oder Gefäßchirurgie teil.

Festes Team der Tumorkonferenzen (Mindestbesetzung)

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Diagnostik (Gastroenterologie und Radiologie)

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Chemotherapie und Antikörperbehandlung (Onkologie)

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Operation (Allgemein- Thorax- und Viszeralchirurgie, Urologie, Gynäkologie)

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Pathologie (Institut für Hämatopathologie Hamburg)

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Strahlentherapie (Praxis für ambulante Strahlentherapie der Radiologischen Allianz)

Leitung der Tumorkonferenzen

Arzt in weißer Arbeitskleidung lächelt vor neutralem Hintergrund.

Chefarzt

Dr. med. Cay-Uwe von Seydewitz

Facharzt für Innere Medizin

Chefarzt

Dr. med. Dipl.-Biol. Michael Görn

Facharzt für Innere Medizin

Dokumentation der Daten aus der Tumorkonferenz

Die Konferenzbeschlüsse, einschließlich der klaren Benennung von Verantwortlichkeiten, werden im Programm Celsius 37 protokolliert, der Krankenakte beigefügt und per KIM (datenschutzkonforme verschlüsselte Übertragung der Telematik-Infrastruktur) den Behandlungspartnern und zuweisenden Arztpraxen zugesandt. Die Empfehlungen der Konferenzen sind für die Teilnehmenden bindend. Wird davon – etwa aufgrund des Patientenwunsches – abgewichen, muss dies in den Konferenzen begründend erläutert werden. Die korrekte Durchführung der Tumorkonferenzen ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal bei der Behandlung von Krebspatient:innen und wird von den Zertifizierungseinrichtungen regelmäßig überprüft. 

Lesen Sie in der Ausgabe 16/2018 von "Neues aus dem Stift" über das Tumorkonferenz-Computerprogramm Celsius 37.

Anmeldung von extern an unseren Tumorkonferenzen

Kolleginnen und Kollegen aus anderen Krankenhäusern oder eigener Praxis sind herzlich eingeladen ihre Fälle mit Einverständnis ihrer Patient:innen in unseren Tumorkonferenzen vorzustellen.

Bitte melden Sie Ihren Bedarf bis jeweils spätestens bis 16.00 Uhr des Vortages an, um sich einen Slot zu sichern.
medizinische-klinik@krankenhaus-reinbek.de oder per Fax: 040/ 72 80 - 24 30. 

Das Sekretariat wird sich dann bei Ihnen melden.