Schwangerschaftswoche 39

Nun sind Sie schon in der 39. Schwangerschaftswoche. Ihr Muttermund macht sich für die Geburt bereit. Sie können sehr starke Vorwehen (Senkwehen) haben. Das Fruchtwasser erneuert sich alle drei Stunden.

Im Darm Ihres Babys befindet sich das schwarz-grüne Kindspech (Mekonium), welches sich aus Ausscheidungen der Verdauungsdrüsen des Kindes, vermischt mit Gallenfarbstoff, Lanugohaaren und Zellen der Darmwände zusammensetzt. Das Kindspech wird nach der Entbindung ausgeschieden. 



Der Daumen im Mund Ihres Babys bekommt womöglich langsam Schwielen vom Saugen (kein Scherz - manche Babys kommen mit kleinen Schwielen am Daumen zur Welt).

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Wann kommt Ihr Baby?

Die wenigsten Babys kommen am errechneten Termin zur Welt, wie folgende Statistik zeigt:

  •  zum errechneten Termin: weniger als 5 %

  •  innerhalb einer Woche um den Termin: ca. 50 %

  •  innerhalb von zwei Wochen um den Termin: ca. 90 %

Vielleicht wird Ihr Baby zu denen gehören, die es gar nicht abwarten können und ein, zwei Wochen zu früh kommen. Nur 5 % der Babys werden genau an dem vorausberechneten Tag geboren. Vor allem das erste Kind lässt sich meist etwas mehr Zeit. Manche lassen Ihre Mütter glatt zwei Wochen über die Zeit warten, ohne ein Anzeichen zu zeigen, dass sie sich auf den nur 20 cm langen Weg machen wollen.

Laktationsberaterin hilft einer Mutter dabei, ihr Neugeborenes zu stillen.

Laktationsberaterin unterstützt eine Mutter dabei, ihr Neugeborenes zu stillen.

So klappt es mit dem Stillen

Es ist schon wunderbar, was Ihr Körper alles kann: Erst hat er dafür gesorgt, dass Ihr Baby unter idealen Bedingungen heranwachsen konnte. Und bald, nur kurze Zeit nach der Geburt, haben Sie automatisch die perfekte Nahrung für Ihr Kind: Muttermilch.
An Ihrer Brust bekommt Ihr Baby immer genau den Nährstoffmix, den es braucht. Auch wenn Sie unterwegs sind, haben Sie immer hygienisch einwandfreie und wohl temperierte Milch für Ihr Baby zur Verfügung.
 

Tipps rund um das Stillen

Besonders hilfreich fürs Stillen ist es, wenn:

  • Sie Ihr Baby gleich nach der Geburt anlegen. Dann sind die Babys meistens hellwach und suchen von sich aus nach der Brust. Das erste Anlegen dient weniger dem Sattwerden, als dem ersten innigen Kontakt zwischen Mutter und Kind. Und es hilft, die Milchbildung früh anzuregen.

  • Ihr Baby nicht sofort Tee, Wasser oder Milch bekommt.

  • Ihr Kind keinen Schnuller hat. Das Nuckeln kann dazu führen, dass ihr Baby sich an eine Saugtechnik gewöhnt, die an der Brust ungünstig ist und zu wunden Brustwarzen führen kann.

  • Sie Ihr Baby rund um die Uhr bei sich haben (24-Stunden-Rooming-In). Dieses ist auf unserer Mutter-Kind-Station selbstverständlich.

  • Sie sich zum Stillen in einen ruhigen Raum zurückziehen können, falls es im Zimmer unruhig ist. Bei uns im ST. ADOLF-STIFT gibt es ein "Stillzimmer", das nur Mütter mit ihren Babys zum Stillen und Wickeln betreten dürfen.

 

Weitere Still-Tipps:

  • Eine bequeme Haltung erleichtert das Stillen. Falls das Sitzen noch schwer fällt, empfiehlt es sich im Liegen zu stillen.

  • Ein häufiges Anlegen auf beiden Seiten fördert die Hormonausschüttung und somit die Milchbildung.

  • Das Kind wird nach Bedarf gestillt und meldet sich in der Regel alle 2 bis 4 Stunden.

  • Am 3. bis 5. Tag kommt die Milchbildung meist so richtig in Gang. Sollte es zu einer unangenehmen Brustschwellung kommen, unterstützen wir Sie dabei, bis diese wieder abgeklungen ist.

  • Falls das Kind später einmal an einem Tag besonders häufig trinken möchte, hat es einen sogenannten Wachstumsschub. Dann fördert ein häufiges Anlegen die Milchmenge. Typisch ist dies am 10. Tag, mit 6 Wochen und im 3. Monat.

  • Falls Sie einen sogenannten Milchstau bekommen sollten, bei dem die Brust geschwollen, rot und heiß ist und Sie sich fiebrig, wie bei einer beginnenden Grippe fühlen, dann sollten Sie nicht zögern, Ihre Nachsorgehebamme sofort zur Hilfe zu holen.

Sie werden sicherlich noch viele weitere Fragen haben. Wenden Sie sich vertrauensvoll an eine Pflegekraft oder  Laktationsberaterin unserer Mutter-Kind-Station oder an Ihre Nachsorgehebamme.

Stillen - ja oder nein?

Sie haben gemischte Gefühle und wissen nicht, ob Sie überhaupt stillen wollen?
Dann kann ein Gespräch mit einer unserer Hebammen oder einer unserer Stillberaterinnen sehr sinnvoll sein. Egal, ob Sie sich am Ende für oder gegen das Stillen entscheiden oder es auf einen Versuch ankommen lassen: Es ist gut, wenn Sie mit sich im Reinen sind und zu Ihrer Entscheidung stehen können. 


Falls es Gründe gibt, dass Sie nicht Stillen können oder wollen, beraten unsere Still- und Laktationsberaterinnen Sie ebenso gern zu Fragen der Auswahl einer Ersatznahrung sowie zu deren Zubereitung. Eventuell ist es sinnvoll, gleich nach der Geburt Tabletten zu nehmen, damit die Milchproduktion gar nicht erst angeregt wird

Niemand hat das Recht, Ihnen vorzuschreiben, ob Sie Ihr Kind stillen oder mit der Flasche ernähren.

Ernährungstipp - unser Rezept der Woche

Frühstücks-Idee Knusperschale

(hilft Ihnen die Zeit bis zur nächsten Mahlzeit ohne Heißhunger zu überstehen)
Für zwei Portionen - pro Portion ca. 534 kJ / 129 kcal

Zutaten

  • 12 EL ungesüßtes Müsli

  • 600 g fettarmer Joghurt

  • 400 g Erdbeeren

  • 100 ml Orangensaft

  • 4 TL Ahornsirup

  • 2 Bananen

  • 4 TL gehackte Mandeln oder Nüsse

Zubereitung

Müsli mit Joghurt, Orangensaft und Sirup verrühren. Erdbeeren putzen und vierteln - davon ein paar mit einer Gabel zerdrücken und unter das Müsli rühren.

Die Banane schälen und in Scheiben schneiden. Mit den übrigen Erdbeeren unter das Müsli heben. Die Mahlzeit mit den gehackten Nüssen bestreuen.