Gynäkologisches Krebszentrum am Krankenhaus Reinbek

Im Gynäkologisch-Onkologischen Zentrum des St. Adolf-Stiftes haben sich Fachexperten zur Behandlung von gynäkologischen Krebserkrankungen zusammengeschlossen. Die Tumore im Genitalbereich der Frau umfassen Karzinome der Gebärmutter (Uterus/Endometrium), des Gebärmutterhalses (Zervix), der Eierstöcke (Ovarien) und Eileiter (Tuben), der Scheide (Vagina) und der Schamlippen (Vulva).

verified_user Zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum

Das Gynäkologisch-Onkologische Zentrum am Krankenhaus Reinbek

Unser Team der Abteilung für Gynäkologie hat sich auf die operative  gynäkologische Onkologie (Tumorentfernung) und plastisch-rekonstruktive Chirurgie (Wiederherstellung, Neuformung) spezialisiert. Es bietet auf dem Gebiet der gynäkologischen Onkologie ein umfassendes Spektrum aller Eingriffe insbesondere im Bereich der Eierstöcke (Ovarialkarzinom/ Eierstockkrebs), der Gebärmutter (Endometriumkarzinom/ Gebärmutterschleimhautkrebs), des Gebärmutterhalses (Zervixkarzinom/ Gebärmutterhalskrebs), der Scheide (Vaginalkarzinom /Krebs der Scheide) und der äußeren Geschlechtsteile (Vulvakarzinom) an.

Dafür sind wir im Jahr 2021 von der Deutschen Krebsgesellschaft als Gynäkologisch-Onkologisches Zentrum zertifiziert und seitdem rezertifiziert worden. Zuvor war bereits unsere Dysplasie-Sprechstunde von der DKG zertifiziert worden, eine ganz seltene Auszeichnung im Norden.

Als Krankenhaus Reinbek sind wir sind stolz, dass wir zu den bundesweit ersten vier Frauenkliniken gehören, die bereits 2012 von der "VulvaKarzinom-Selbsthilfegruppe e.V." ein SHG-Siegel verliehen bekommen haben, das uns besonders schonende Therapie von Genitalkrebs und seinen Vorstufen bescheinigt.

Durch unsere Spezialisierung und langjährige Erfahrung erreichen wir eine optimale Vorbereitung, effiziente Operationen und eine ganzheitliche patientengerechte Betreuung. Gemeinsam mit unseren Patientinnen und ihren niedergelassenen Frauenärztinnen/ärzten möchten wir ein starkes Team bilden, das die jeweilige Patientin in den Mittelpunkt stellt.

Für die Therapie bösartiger Erkrankungen des weiblichen Genitales ist immer ein individuell auf die Patientin und ihre Diagnose abgestimmtes Operationskonzept zur umfassenden Entfernung eines Tumors (Radikalität) ausschlaggebend. Wir nutzen dazu moderne operative Verfahren einschließlich minimal-invasiver Techniken und Laserchirurgie. Bei Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs setzen wir darüber hinaus spezielle Techniken ein, die die empfindlichen Nerven im Beckenraum schonen und so die Funktion von Darm und Harnblase bewahren.

Die von uns angewandte plastisch-rekonstruktive Chirurgie unterstützt ebenfalls das Ziel der radikalen Tumorentfernung. Erst durch die Möglichkeit einer plastischen Rekonstruktion werden viele radikale operative Eingriffe überhaupt möglich. Weiterhin lässt sich damit das äußere Erscheinungsbild von Brust, Scheide oder Vulva natürlich wiederherstellen.

Unser Ziel ist es, durch maximale Radikalität und Effektivität die besten Voraussetzungen für eine nachhaltige Heilung unserer Patientinnen zu schaffen, dabei aber gleichzeitig Nebenwirkungen zu vermeiden und ein unversehrtes körperliches Erscheinungsbild zu bewahren.

DKG Krebsgesellschaft Zertifiziertes Brustkrebszentrum, DKG Krebsgesellschaft Zertifiziertes Gynäkologisches Krebszentrum, DKG Krebsgesellschaft Zertifiziertes Gynäkologische Dysplasie Sprechstunde, Siegel Vulvakarzinom-SHG e.V.

Wir sind vielfältig zertifiziert!

Wir sind von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziertes Brustkrebszentrum, Gynäkologisches Krebszentrum, haben eine DKG-zertifzierte Dysplasie-Sprechstunde und eine Auszeichnung der Vulvakarzinom Selbsthilfegruppe für schonende OP-Methode.

Kooperationen im Haus und mit dem Universitären Cancer Center des UKE (UCCH)

In Kooperation mit den Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, dem Schwerpunkt Leberchirurgie, der Klinik für Gefäßchirurgie und der Medizinischen Klinik und der  Klinik für Onkologie, Hämatoonkologie und Palliativmedizin bieten wir das gesamte Spektrum der Tumorchirurgie auf universitärem Niveau an. Die Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin führt modernste Narkoseverfahren und Methoden zur Vermeidung postoperativer Schmerzen sowie eine postoperative Überwachung auf der Intensivstation durch. Das Team arbeitet schon seit vielen Jahren uns sogar Jahrzehnten erfolgreich zusammen.

Alle onkologischen Patientinnen werden zunächst im Tumorboard des Universitären Cancer Centers des UKE (UCCH) vorgestellt. Hier werden Therapieempfehlungen nach neusten wissenschaftlichen Erkenntnissen gegeben und auch die Möglichkeit einer Teilnahme in einer wissenschaftlichen Studien geprüft.  Mit diesen Empfehlungen werden dann die Patientinnen in der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz des St. Adolf-Stift vorgestellt. Zusammen mit allen Spezialisten wie Pathologen, Strahlentherapeuten und medizinischen Onkologen wird dann die endgültige Therapieempfehlung festgelegt. Notwendige Medikamententherapien (z.B. Chemotherapie, Antikörper- oder Anti-Hormon-Therapie) sowie Strahlentherapien werden gemeinsam mit den jeweiligen Spezialisten koordiniert und durchgeführt.

Logo des Universitären Cancer Centers Hamburg

Krebstherapiestudien am UCC Hamburg

Für Patient:innen mit einer Krebserkrankung besteht häufig die Möglichkeit, an aktuellen Studien mit innovativen Therapien teilzunehmen.

Ein Hörsaal mit Ärzt:innen in einer Konferenz

Unsere wöchentlichen Tumorkonferenzen

In zwei wöchentlichen Tumorkonferenzen des Krankenhauses Reinbek tauschen sich interne und externe Experten über die für jeden Krebspatienten individuell beste Therapie aus Operation, Chemoterhapie und Strahlenbehandlung aus.

Wir behandeln das Vulvakarzinom, Gebärmutterkrebs und Gebärmutterhalskrebs sowie Eierstockkrebs

Vulvakarzinom

Das Vulvakarzinom (Krebs des äußeren weiblichen Genitale) ist eine seltene und häufig tabuisierte Erkrankung. Wie bei vielen anderen Krebserkrankungen auch, hängt der Erfolg der Behandlung wesentlich von der Erfahrung der behandelnden Ärzte ab. Spezialisten können häufig schonend und vor allem organerhaltend operieren und erzielen dadurch bei gleich guten Heilungsraten, bessere funktionelle und ästhetische Ergebnisse. Gerade bei seltenen Tumorerkrankungen wie dem Vulvakarzinom, bieten spezialisierte Zentren, die beste Möglichkeit der Therapie. Aufgrund langjähriger Expertise behandeln wir Patientinnen mit Vulvakarzinom aus ganz Deutschland. Als Krankenhaus Reinbek sind wir sind stolz, dass wir zu den bundesweit ersten vier Frauenkliniken gehören, die von der "VulvaKarzinom-Selbsthilfegruppe e.V." ein SHG-Siegel verliehen bekommen haben, das uns besonders schonende Therapie von Genitalkrebs und seinen Vorstufen bescheinigt.

 

Gebärmutterkrebs / Gebärmutterschleimhautkrebs

Das Endometriumkarzinom (Gebärmutterkrebs/ Gebärmutterschleimhautkrebs) wird häufig bereits in einem frühen Tumorstadium entdeckt, da es schon früh zu Beschwerden wie Blutungen nach der Menopause oder anderen Blutungsstörungen kommen kann. In frühen Tumorstadien ist häufig eine einfache Hysterektomie (Gebärmutterentfernung) als Therapie ausreichend und die Prognose sehr gut. Meistens können hierbei auch besonders schonende, minimalinvasive Operationsverfahren eingesetzt werden. In fortgeschrittenerem Stadium muss eine ausgedehnte Lymphknotenentfernung erfolgen. Wir können dank langjähriger Expertise  auch hierbei modernste und besonders schonende Operationstechniken einsetzen. Wenn im Anschluss an die Operation eine ambulante Chemotherapie oder Strahlentherapie notwendig ist, wird diese ebenfalls nach modernstem Standard durch kooperierende Onkologen bzw. Strahlentherapeuten durchgeführt. Durch unsere Kooperation mit dem UCCH können wir in einigen Fällen auch die Teilnahme an einer Studie anbieten, bei denen die aktuelle Standardtherapie mit modernen neuen Therapieansätzen verbessert wird.

 

Gebärmutterhalskrebs

Durch den Einsatz einer effektiven Vorsorge und die Möglichkeit, gegen HPV-Viren zu impfen, kommt es immer seltener zu fortgeschrittenen Zervixkarzinomen (Gebärmutterhalskrebs). Im Rahmen der Vorsorge sollen Vorstufen möglichst rechtzeitig erkannt und therapiert werden, diese serfolgt unter anderen in der Dysplasiesprechstunde durch eine Abklärungskolposkopie in der Abteilung für Gynäkologie.  Wenn es doch zum Gebärmutterhalskrebs kommt, bieten wir Ihnen auf Ihre Situation und Lebens- bzw. Familienplanung abgestimmte Therapiekonzepte an. Ziel ist immer eine möglichst sichere, Gewebeschonende Operation. Hierbei können von uns dank langjähriger Expertise auch Operationstechniken eingesetzt werden, bei denen wichtige Harnblasen- und Darmversorgende Nervenstrukturen gezielt geschont werden (TMMR/ Totale Mesometriale Resektion des Uterus). In weit fortgeschrittenen Stadien kann eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie notwendig sein. Diese wird ebenfalls nach modernstem Standard durch unsere externen Kooperationspartner durchgeführt. Durch unsere Kooperation mit dem UCCH können wir in einigen Fällen auch die Teilnahme an einer Studie anbieten, bei denen die aktuelle Standardtherapie mit modernen neuen Therapieansätzen verbessert wird.

 

Eierstockkrebs

Das Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) macht 25% der bösartigen Tumore der weiblichen Geschlechtsorgane aus und jedes Jahr erkranken etwa 10.000 Frauen in Deutschland. Bei den meisten Frauen wird die Diagnose erst in fortgeschrittenem Stadium gestellt, da vorher keine Symptome auftreten und die Vorsorge nicht zur Früherkennung beitragen kann. Der wichtigste Schritt einer optimalen Therapie des Ovarialkarzinoms besteht in einer Operation, bei der alle sichtbaren Tumorabsiedlungen entfernt werden. Dies ist dank langjähriger Expertise, modernster Operationstechniken und enger Zusammenarbeit mit den kooperierenden Fachdisziplinen in unserer Klinik bei den meisten Patientinnen möglich. Anschließend wird in den meisten Fällen eine (ambulante) Chemotherapie durchgeführt. Diese wird ebenfalls nach modernstem Standard durch kooperierende Onkologen durchgeführt und oftmals durch zielgerichtete und individualisierte Therapien ergänzt. Durch unsere Kooperation mit dem UCCH können wir in einigen Fällen auch die Teilnahme an einer Studie anbieten, bei denen die aktuelle Standardtherapie mit modernen neuen Therapieansätzen verbessert wird.

Vielfältige Unterstützungsangebote für Patient:innen und Angehörige


Eine Begleitung durch unsere Psychoonkologinnen kann helfen, der psychischen Belastung entgegenzuwirken und Befürchtungen und Ängste unter Kontrolle zu halten. In Einzel- oder auch Familiengesprächen werden die momentanen Gedanken und Gefühle benannt und geordnet, um die krankheitsbedingten Erfahrungen ins alltägliche Leben zu integrieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen.


Wir sind ein christliches Krankenhaus. Darum ist uns die Begleitung von Kranken und Schwerkranken besonders wichtig. Nehmen Sie gern Kontakt zu unseren hauptamtlichen katholischen und evangelischen Seelsorgern auf.


Nach einer Krebsoperation können Sie eine anschließende Rehabilitation bzw. Anschlussheilbehandlung antreten. Unser Sozialdienst berät Sie gerne in Fragen der medizinischen und beruflichen Rehabilitation, dem Anspruch auf einen Schwerbehindertenausweis und Hilfen in Pflege und Haushalt.


Neben der medizinischen und fachlichen Beratung ist für Krebspatienten und ihre Angehörigen auch eine Unterstützung durch andere Betroffene wichtig. Im Fall von gynäkologischem Krebs kooperieren wir mit mehren Selbsthilfegruppen (SHG-Kooperationen auf der Seite Selbsthilfegruppe).


Auch die Grünen Damen und Herren kommen zweimal in der Woche im Rahmen des Evangelischen Kranken- und Alten-Hilfe e. V. (eKH) auf Ihre Station. Wenn Sie sich über einen Besuch freuen, sagen Sie das bitte Ihren Pflegekräften.

Sprechstunden der Gynäkologie

Wenn Sie eine Untersuchung oder Behandlung im Gynäkologisches Krebszentrum wünschen, rufen Sie unter der Telefonnummer 040 / 72 80 - 35 00 an. Im Rahmen der gynäkologischen Sprechstunde für onkologische Patientinnen stehen unsere Ärztinnen und Ärzte natürlich auch für die Einholung einer zweiten Meinung zur Verfügung.

Zentrumsleitung

Zentrumsleiter

Prof. Dr. Jörg Schwarz

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Zentrumskoordinator

Roland Flurschütz

Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe

Zentrums-Operateur

Dr. med. Süha Alpüstün

Facharzt für Gynäkologie und Geburtsthilfe

Geschäftsführende Oberärztin

Dr. med. Nana Bündgen

Fachärztin für Gynäkologie und Geburtsthilfe

Stationsleitung

Jennifer Haß

Stationsleitung Gynäkologie / Station 8a

Organigramm der Kooperationspartner im Onkologischen Zentrum Reinbek

Das Onkologische Zentrum gliedert sich in mehrere Zentren auf. Sie können das Organigramm der Kooperationspartner herunterladen, in dem die Strukturen des Zentrums deutlich werden. Oder für mehr Informationen auf die Links in den Listen klicken.

Aktuelles aus der dem Gynäkologischen Krebszentrum

Veranstaltungen
Beste Medizin
Onkologisches Zentrum
Brustkrebszentrum
Uro-Onkologisches Zentrum
Viszeralonkologisches Zentrum
Gynäkologisches Krebszentrum

Experten des Onkologischen Zentrums referieren über Vorsorge, Behandlung und Nachsorge von Tumoren

Beim Tumortag am 3. September im Krankenhaus Reinbek gibt es neben Vorträgen auch Infostände im Foyer

Onkologisches Zentrum
Uro-Onkologisches Zentrum
Viszeralonkologisches Zentrum
Gynäkologisches Krebszentrum
Onkologie, Hämatologie & Palliativmedizin

Krankenhaus Reinbek von deutscher Krebsgesellschaft als Onkologisches Zentrum zertifiziert

St. Adolf-Stift erbringt Spitzenleistung in der Tumorbehandlung – eines von wenigen Zentren in Schleswig-Holstein

Gynäkologisches Krebszentrum
Gynäkologie

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Durch die enge Kooperation des St. Adolf-Stiftes mit dem UKE erhalten Frauen mit Tumorleiden eine hochspezialisierte Leistung in persönlicher…

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