Das Krankenhaus Reinbek ist als von der Deutschen Krebsgesellschaft spezialisiertes Speiseröhrenkrebszentrum auf die Behandlung von Speiseröhrenerkrankungen spezialisiert – sowohl internistisch als auch chirurgisch. In der Barrett-Ösophagus-Sprechstunde unserer Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie bieten wir Patientinnen und Patienten eine umfassende Betreuung - und bei Bedarf eine endoskopische Zweitmeinung zur Beurteilung des Barrett-Ösophagus und zur Frage, ob eine weitere Überwachung oder eine endoskopische Behandlung sinnvoll ist.
Modernste Endoskopie für eine präzise Beurteilung
Für die Untersuchung stehen uns moderne hochauflösende Endoskope sowie spezielle Verfahren zur detaillierten Betrachtung der Speiseröhrenschleimhaut zur Verfügung. Wesentlich ist die sorgfältige Beurteilung durch ein äußerst erfahrendes Team sowie bestimmte Darstellungsmethoden (Filter, Färbungen), die eine Risikoeinschätzung erlauben und Auffälligkeiten hervorheben. Bei entsprechenden Befunden können gezielte Gewebeproben entnommen oder eine endoskopische Therapie unmittelbar geplant werden.
Das gesamte Spektrum der endoskopischen Therapie
Falls bei einem Barrett-Ösophagus eine relevante Schleimhautveränderung oder eine Frühneoplasie (frühes Tumorstadium) festgestellt wird, bieten wir das gesamte Spektrum moderner endoskopischer Resektionsverfahren an. Hierzu gehören unter anderem:
- Endoskopische Mukosaresektion (EMR): Auffällige Schleimhautveränderungen werden während der Magenspiegelung mit einem speziellen Instrument gezielt abgetragen.
- Endoskopische Submukosadissektion (ESD): Mit dieser besonders präzisen, aber auch aufwendigen Methode können auch größere oder komplexere Veränderungen vollständig "in einem Stück" entfernt werden, sodass sie in einer nachfolgenden feingeweblichen Beurteilung besser beurteilt werden können.
- Ablative Verfahren: Auffällige Schleimhaut wird gezielt behandelt (z.B. verödet), sodass sich anschließend möglichst gesunde Schleimhaut neu bilden kann.
Welches Verfahren im Einzelfall am besten geeignet ist, hängt unter anderem von Größe, Ausdehnung, Lokalisation und Beschaffenheit der Veränderung ab. Ziel ist es, relevante Veränderungen möglichst vollständig und schonend endoskopisch zu entfernen und dadurch in geeigneten Fällen eine Operation zu vermeiden. Falls jedoch eine Operation notwendig ist, kann diese von unseren Expert:innen der Speiseröhrenchirurgie (LINK zu Chirurgie-Unterseite) im gleichen Haus durchgeführt werden.
Individuelle Zweitmeinung
Gerade bei Barrett-Ösophagus mit auffälligen Schleimhautveränderungen, Dysplasien oder unklaren Befunden kann eine spezialisierte endoskopische Beurteilung sinnvoll sein. In unserer Sprechstunde besprechen [AS1] wir mit Ihnen die vorhandenen Befunde und Befundberichte, beurteilen die individuelle Situation und erarbeiten gemeinsam mit den Patient:innen eine Empfehlung für das weitere Vorgehen. Dabei kann es sowohl um die Frage gehen, ob eine endoskopische Therapie erforderlich ist, als auch darum, ob eine regelmäßige endoskopische Kontrolle ausreichend ist.
Terminvereinbarung
Die Barrett-Ösophagus-Sprechstunde findet donnerstags von 13.00 bis 14.00 Uhr statt.
Wichtig: Für die Vorstellung in unserer Barrett-Ösophagus-Sprechstunde ist eine Einweisung ins Krankenhaus erforderlich.
Bitte bringen Sie, sofern vorhanden, bereits durchgeführte Gastroskopie- und Histologiebefunde sowie vorhandene Bilddokumentationen zu Ihrem Termin mit.
Barrett-Ösophagus-Sprechstunde
Übersicht
- Donnerstags 13.00 bis 14.00 Uhr
- Einweisung ins Krankenhaus erforderlich
- Bitte bringen Sie, sofern vorhanden, bereits durchgeführte Gastroskopie- und Histologiebefunde sowie vorhandene Bilddokumentationen mit.
Unser Team
Oberarzt
Dr. med. Matthias Schneider
Oberarzt
Dr. med. Eike Valentin Debus
Chefarzt
Priv.-Doz. Dr. med. Hanno Ehlken