Schwangerschaftswoche 37

Sie sind jetzt in der 37. SSW. Ihr Baby übt jetzt bereits das Atmen, obwohl es noch keine Luft in den Lungenflügeln hat. Wenn Sie also ein rhythmisches Pochen in Ihrem Bauch verspüren, kann dies der Schluckauf des Babys sein, denn durch die Atem-Versuche gelangt Fruchtwasser in seine Luftröhre.

 Weil Ihr Baby mit etwa 2.850 g nur noch wenig Möglichkeit hat, sich zu bewegen, ist es vermutlich in Ihrem Bauch ruhig geworden. Ihre Gebärmutter ist erstaunlich gewachsen. Sie wiegt nun rund 1500 g, fast das 20-fache ihres Normalgewichts von 80 g. Und sie wird fast 10 mal so stark durchblutet wie sonst. U.a. deswegen pumpt Ihr Herz gut 1,5 Liter mehr Blut durch Ihren Körper als vor der Schwangerschaft. Ihr Bauch kann nun mehr als 100 cm Umfang erreichen.

Gruppe 37

Haben Sie jetzt "Sodbrennen"?

Zum Ende der Schwangerschaft wird es eng im Bauch. Dann hält der Schließmuskel des Magens zur Speiseröhre hin oft nicht mehr ganz dicht. Als Folge dessen kann es passieren, dass die Magensäure in die Speiseröhre gerät und Sodbrennen auslöst. Besonders im Liegen oder beim Bücken kann sich das unangenehm bemerkbar machen. Viele über den ganzen Tag verteilte kleine Mahlzeiten machen es nun dem Magen leichter seine Aufgabe zu erledigen. Es hilft, wenn Sie nun mehr leicht Verdauliches zu sich nehmen, also Lebensmittel, die weniger Fett enthalten. Auch säurehaltige Nahrungsmittel können das Sodbrennen noch verstärken.



Daher empfehlen wir Zitrusfrüchte eher zu meiden und beim Salat auf zu viel Essig zu verzichten. Auch weniger naschen hilft, denn Süßes verschlimmert oft das unangenehme Brennen im Hals. Genießen Sie lieber einen milden Vanillepudding oder Quark.

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Wann kommt das Baby wirklich?

So schwer es fällt, üben Sie sich lieber in Geduld. Es kann gut sein, dass Ihr Kleines es gar nicht so eilig hat. Vergessen Sie nicht, dass der Geburtstermin nur ein errechneter Zeitpunkt ist. Deshalb kalkulieren die Geburtshelfer einen Zeitraum von etwa plus / minus 14 Tagen um den errechneten Geburtstermin herum ein.



Vor allem erste Kinder lassen sich häufig etwas mehr Zeit. Das ist für werdende Mütter besonders aufregend, da sie ja das allererste Mal auf das "Startzeichen" warten. Jedes Zwicken, jedes Zucken im Bauch wirkt da verunsichernd. Manche Frauen trauen sich kaum noch aus dem Haus vor Sorge, irgendwo von den Wehen überrascht zu werden.
Am besten, Sie versuchen die Zeit des Wartens dennoch so schön wie möglich zu gestalten. Gehen Sie spazieren, treffen Sie sich mit einer Freundin, schmökern Sie genüsslich in einem tollen Buch oder gönnen Sie sich einen Kinobesuch mit Ihrem Partner.

Ernährungstipp - unser Rezept der Woche

Bunte Kartoffelpfanne

für zwei Portionen
pro Portion ca. 622 kJ / 149 kcal

Zutaten

  • 400 g gekochte Kartoffel
  • 300 g Zuckerschote
  • 2 Zwiebeln
  • 4 Karotten
  • 1 EL Butterschmalz
  • 200 g Hirse
  • 2 EL Rosmarin
  • 4 EL Basilikum
  • Petersilie zum Garnieren
  • Jodsalz
  • Pfeffer

Zubereitung
Zuckerschoten waschen, Enden abschneiden und im kochenden Salzwasser ca. 3 Min. blanchieren, abgießen, kalt abschrecken und abtropfen lassen.

Karotten waschen und in dicke Scheiben schneiden. Die gekochten Kartoffeln ebenfalls in Scheiben schneiden. Zwiebeln schälen und fein hacken. Butterschmalz erhitzen und die Zwiebeln mit den Kartoffelscheiben darin andünsten, Karotten und Zuckerschoten dazugeben und 5 Min. dünsten.

100 ml Wasser erhitzen, über die Hirse gießen und 20 Min. oder länger quellen lassen. Mit einer Gabel auflockern. Die Hirse zum Gemüse geben und 5 Minuten anbraten. Mit Jodsalz und Pfeffer würzen.

Basilikum in feine Streifen schneiden, Rosmarinnadeln hacken und darüber streuen. Mit Basilikum und Petersilie garnieren.

Ein fettarmes Gericht mit B-Vitaminen, Eisen und vielen Ballaststoffen.

Guten Appetit!