Schwangerschaftswoche 18

Schon wieder ist eine Woche um und Ihr 5. Schwangerschaftsmonat hat begonnen. 

Wenn dies Ihr erstes Kind ist, dann spüren Sie jetzt vielleicht erstmals einen Tritt, der bestimmt nicht auf Verdauungsstörungen zurückzuführen ist. Endlich spüren Sie sehr deutlich, dass Sie wirklich ein Baby im Bauch haben. Ihr Kind ist jetzt ca. 20 cm groß und bewegt sich viel. Viele Babys werden abends besonders aktiv. Sie strampeln mit Armen und Beinen, greifen mit den Händen und saugen.

Wenn Sie im Schlaf nicht gut liegen können, dann machen Sie es sich mit mehreren Kissen bequemer.

Gruppe 18

Was passiert bei Ihrem Arzt?

Zeit für Ihre 3. Vorsorgeuntersuchung! Beim Arztbesuch wird der Fundusstand (Fundus = höchster Punkt) der Gebärmutter ermittelt, der zu Beginn des 5. Monats etwa zwei Finger über das Schambein reicht. Zudem wird der Arzt von nun an auf Ödeme (größere, lokale Wassereinlagerungen) in Ihren Beinen achten, die - wenn sie mit einer sehr schnellen Gewichtszunahme verbunden sind - auf eine Unterfunktion der Nieren hindeuten können. Eine gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf sind in dieser Zeit wichtig, damit der Körper während dieser Ruhephase einen Teil des Wassers, das er tagsüber angesammelt hat, über Haut und Nieren wieder abgeben kann.



Gibt es starkes Übergewicht oder eine Zuckerkrankheit in Ihrer Familie? In diesem Fall ist die Gefahr eines Schwangerschafts-Diabetes erhöht. Wenn dieser nicht behandelt wird, kann dies zu einer Unterversorgung des Kindes, zu einer vermehrten Fettzellbildung und einer Unreife der Lungenfunktion führen (s. u.).



Ein Glukosetoleranz-Test gegen Ende des ersten Schwangerschaftsdrittels, sowie ein weiterer zwischen der 24. und 28. Woche kann Aufschluss geben, ob ein Risiko besteht. Wenn Ihnen Ihr Arzt nicht von sich aus zu diesem Test rät (gehört nicht zwingend zur Vorsorge lt. Mutterpass), sprechen Sie ihn einmal darauf an. Sofern Sie familiär nicht vorbelastet sind und selbst nicht zu Stoffwechselstörungen neigen, genügt ein Test zwischen der 24. und 28. Woche.

 

Sicherheit in der Schwangerschaft - nie ohne Gurt fahren!

Während der Schwangerschaft kann das Autofahren schnell sehr anstrengend sein. Der Bauch ist im Weg, der Gurt drückt, das Baby strampelt und durch die Veränderungen des Hormonhaushalts können Sie sich schlechter konzentrieren und leiden unter Übelkeit oder Überempfindlichkeit.



Neben dem Unwohlsein, das sich oft bei längeren Fahrten im PKW einstellt, kommt die Sorge um das ungeborene Kind hinzu. Doch wie können Sie sich und Ihr Baby richtig schützen? 



Auch während der Schwangerschaft sollten Sie keinesfalls auf den schützenden Sicherheitsgurt verzichten. Nicht angeschnallt können Sie und ungeborenes Kind im Falle eines Verkehrsunfalls schwer verletzt werden. Außerdem kann es zu einer Mitschuld und zur Minderung der Schadensersatzansprüche kommen.
 

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Spezielle Gurtsysteme für Schwangere

Längst hat sich der Handel auf das erhöhte Sicherheitsbedürfnis Schwangerer eingestellt und bietet spezielle Gurtführungssysteme für werdende Mütter an. Dabei soll ein Gurtführungsband mit Klettverschluss den Beckengurt in einer möglichst tiefen Position halten, damit die Fruchtblase während der Fahrt und bei einem möglichen Unfall weniger belastet wird. Der reguläre Dreipunkt-Sicherheitsgurt bietet aber auch allein guten Schutz für die werdende Mutter und ihr Kind. Einige Regeln zur richtigen Handhabung während der Schwangerschaft möchten wir Ihnen hiermit sehr ans Herz legen:

  • Der Gurt muss straff liegen. Wichtig dabei ist, dass der Beckengurt so weit wie möglich unterhalb des Bauches entlang geführt wird.
  • Lieber andere fahren lassen. Als Beifahrerin sind Sie und Ihr Kind besser geschützt, da das höchste Verletzungsrisiko beim Aufprall vom Lenkrad ausgeht.

    Sicherheit geht vor!

    In der richtigen Sitzposition stellt der Airbag kein Problem für Sie und Ihr ungeborenes Kind dar. Auf den korrekten Abstand zum Airbag muss dabei dringend geachtet werden.

    Eine besonders umsichtige und defensive Fahrweise ist in dieser Zeit dringend angeraten. Grundsätzlich gilt, dass in den letzten Schwangerschaftsmonaten möglichst wenig mit dem Auto gefahren und lange Strecken vermieden werden sollten.
    Wenn es soweit ist: Auch auf dem Weg ins Krankenhaus geht die Sicherheit vor. Wenn Partner oder Angehörige nicht selbst fahren können, weil Aufregung oder die Sorge um die werdende Mutter überwiegen, ist ein Taxi die bessere Alternative oder im Notfall auch ein Rettungswagen.

    Im Wasser fühlt man sich so leicht

    Schwimmen und Übungen im Wasser sind eine ideale Form der Schwangerschaftsgymnastik. Vor der Geburt dienen sie zur Erleichterung von Schwangerschaftsbeschwerden und zur Vorbereitung auf den Geburtsvorgang. 



    Lassen sie sich vom Wasser tragen und genießen Sie das Gefühl der Leichtigkeit! So entlasten Sie Ihre Bänder, Gelenke und die Muskulatur. Das warme Wasser löst Verspannungen. Rückenbeschwerden und schwere Beine verschwinden dadurch wie von selbst. 



    Weitere Infos sowie die genauen Termine für unser Schwangerenschwimmen „AquaFit mit Babybauch“ finden Sie in unser Elternschule unter "Fitness in der Schwangerschaft".