Alles viel luftiger und mit mehr Abstand: St. Adolf-Stift baut Foyer um

Das Land Schleswig-Holstein fördert mit 900.000 Euro insgesamt drei pandemieeinschränkende Maßnahmen im Krankenhaus Reinbek im Wert von 1,1 Million Euro
Björn Pestinger überreicht Adventskalender an Mitarbeitende

Da der zweieinhalbmonatige Umbau des Foyers im laufenden Betrieb vor allem von den Mitarbeitenden der Information, der ZNA und der Patientenanmeldung des St. Adolf-Stiftes einiges an Nervenstärke und Geduld abverlangt hatte, überreichte Geschäftsführer Björn Pestinger (rechts) den Teams große Adventskalender zur „Entschädigung“.

Während des laufenden Krankenhausbetriebs versammelten sich am Mittwochmittag (1. Dezember) Mitarbeitende der Zentralen Notaufnahme, der Patientenanmeldung und der Information zusammen mit der Krankenhausleitung und den Seelsorgerinnen am Haupteingang des St. Adolf-Stiftes zu einer kleinen Feier mit anschließender Segnung. Anlass war der bereits weit fortgeschrittene Umbau des Krankenhausfoyers, der in den vergangenen 2,5 Monaten vor allen den Mitarbeitenden des Erdgeschosses einiges an Nervenstärke und Geduld abverlangt hatte. Denn sämtliche Bauarbeiten fanden im laufenden Betrieb statt. Als „Entschädigung“ für ihre Geduld überreichte Krankenhausgeschäftsführer Björn Pestinger den Teams passend zum 1. Dezember große Adventskalender.

Die Thematik des Advents wurde auch von den drei Krankenhausseelsorgerinnen aufgegriffen. Pastorin Frauke Rörden sagte: „Advent, also Ankunft, das passt auch heute, denn hier in der Eingangshalle kommen Menschen an: Patientinnen, Angehörige, Schwangere, Mitarbeitende morgens auf dem Weg in ihre Abteilung.“ Ihre Kollegin Annemarie Nyqvist ergänzt: „Das Foyer ist die große Tür des Krankenhauses. Hier ist der Ort, um sich zu sortieren, zu warten, zu erwarten, nervös zu sein, ungeduldig, hoffend, bangend. Darum möchten wir diesen Ort segnen und uns erinnern, dass wir Menschen es sind, die anderen auf ihrem Weg zum Segen werden können.“ Im Anschluss segnete die Pastoralreferentin die Anwesenden und das Foyer mit Weihwasser, wie es im St. Adolf-Stift Tradition ist.

Geschäftsführer Björn Pestinger dankte in seiner Ansprache nicht nur den geduldigen Mitarbeitenden, sondern auch dem Land Schleswig-Holstein: „Durch die kurzfristige Förderung des neuen Foyers und weiterer pandemieeinschränkender Baumaßnahmen ermögliche das Kieler Gesundheitsministerium mehr Abstand und damit eine bessere Einhaltung der Hygieneregeln im Krankenhaus Reinbek.“ Der Leiter des Patienten-Service Andreas Klohe machte deutlich, dass sehr viel Energie darin investiert wurde, die Patientenströme in der Eingangshalle mithilfe des neuen zentralen Tresen mit 3 Arbeitsplätzen und angepassten Prozessen perfekt zu steuern: „Da wir die bisherigen Engstellen aufgehoben haben, werden sich zukünftig keine Staus mehr bilden. Gleichzeitig erhalten die Zentrale Notaufnahme und der Ambulante Bereich am alten Platz des Informations-Tresen jeweils einen abgegrenzten Wartebereich.“ Umgestaltet wurden auch die Büros der Patientenanmeldung, bei der sich Patienten registrieren müssen. Hier gibt es durch den Umbau mit Glaswänden mehr Einzelbüros, die trotzdem geräumiger sind und auch für Patienten mit Rollator oder Rollstuhl besser zugänglich sind. Klohe: „Ein digitales System mit Wartenummern und fünf Arbeitsplätze ermöglichen, dass mehr Patienten gleichzeitig erfasst werden können, so dass ich die Wartezeiten verkürzen.“

Die Konzeption und Umsetzung erfolgte durch den Generalunternehmer Lars Ryll, der seit Jahrzehnten mit seiner Firma „Roomsystem“ auf Raumplanung spezialisiert ist: „Mit unserem Konzept der Offenheit wirkt die Eingangshalle luftiger und transparenter. Wir haben freie Wege gestaltet und werden den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten und Besucher gerechter.“ Der Trittauer war seit Mitte September fast täglich vor Ort, um die 26 Handwerker – vom Maler bis zum Elektriker – zu koordinieren. Ryll: „Das war schon eine echte Herausforderung, denn wir haben in fünf Bauphasen immer nur Teilabschnitte fertigstellen können, um hinter der Staubschutzwand den laufenden Betrieb nicht zu stören. Aber die Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus-Team hat hervorragend funktioniert.“

Im Rahmen des Coronaförderprogramms unterstützt das Land Schleswig-Holstein insgesamt drei Baumaßnahmen des Krankenhauses Reinbek im Wert von insgesamt 1.100.000 Euro finanziell mit 900.000 Euro. Zu den Pandemieeinschränkenden Maßnahmen gehören neben dem Umbau des Foyers für insgesamt 444.000 Euro auch der Bau einer zentralen Herrenumkleide für 236.000 Euro sowie der Umbau von 3-Bett-Zimmern in 2-Bett-Zimmer mit eigener Nasszelle auf zwei Stationen für 420.000 Euro. Die beiden ersten Baumaßnahmen werden in den nächsten Tagen fertiggestellt, der Umbau der Zimmer im laufenden Betrieb wird im ersten Quartal 2022 abgeschlossen.

 

 

Über das Krankenhaus Reinbek

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift ist ein freigemeinnütziges Krankenhaus mit expandierender Entwicklung und überregionalem Einzugsgebiet direkt an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg. Es verfügt über 351 Betten in den Fachrichtungen Kardiologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Hämato-/Onkologie und Palliativmedizin sowie der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Urologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, interventionelle Radiologie sowie  Gynäkologie und Geburtshilfe.

Jährlich werden über 19.000 stationäre und 25.000 ambulante Fälle behandelt und 9.000 Operationen durchgeführt. Im St. Adolf-Stift arbeiten rund 1.000 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und einer der größten Ausbildungsbetriebe in Reinbek. Das christliche Menschenbild ist Grundlage und Maßstab unseres Handelns.

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    KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT,
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    Ansicht Foyer Richtung Hauptausgang - Illustration von  Roomsystem
    Segnung des Foyers durch Seelsorgerin
    Ansicht Foyer Richtung Hauptausgang - Illustration von  Roomsystem
    Segnung des Foyers durch Seelsorgerin
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