Demenzberatung  Kh Reinbek 8424
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Demenzbeauftragte in der Pflege

Dem Krankenhaus Reinbek St. Adolf Stift ist es wichtig, sensibel und individuell  auf Patienten mit einer Demenz einzugehen. Unsere Demenzbeauftragte ermöglicht eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten, also Patienten, Angehörigen, Pflegekräften und Ärzten. 

Kontakt
Standort & Anfahrt

Demenzbeauftragte im Krankenhaus Reinbek

Yvonne
Hillebrand
KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT
Hamburger Straße 41
21465
Reinbek

Sie finden die Demenzbeauftragte im Hauptgebäude des Krankenhauses im 1. OG zwischen Station 5 und 6.

Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift
Hamburger Straße 41
21465 Reinbek

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Was bedeutet ein Krankenhausaufenthalt für Menschen mit Demenz?

Ein Krankenhausaufenthalt kann einen bedeutenden Einschnitt im Leben von Menschen mit Demenz bedeuten. Außerhalb ihrer vertrauten Umgebung reagieren die Patienten, angesichts veränderter Strukturen, nicht selten mit Angst oder Unsicherheiten.

Erforderliche Maßnahmen, die im Rahmen von Behandlung und Diagnostik notwendig sind, können nicht immer richtig eingeschätzt werden. Daher sollte ein Krankenhausaufenthalt im Vorfeld gut vorbereitet werden und nicht länger als notwendig andauern.

Das Krankenhaus Reinbek legt Wert auf eine gute Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten: Mithilfe unserer Demenzbeauftragten möchten wir sensibel und individuell auf Patienten mit einer Demenz eingehen. Gleichzeitig unterstützt unsere Demenzbeauftragte Yvonne Hillebrand auch Sie als Angehörige.

Unser Demenz-Team

Übersicht Team

Gedächtnisverlust: Unterschied zwischen Demenz und Delir

In der Bundesrepublik sind etwa 1, 7 Millionen Menschen von einem krankhaften Gedächtnisverlust betroffen und es wird davon ausgegangen, dass pro Jahr rund 300.000 Neuerkrankungen hinzukommen.

  • Demenz
    Sinngemäß übersetzt bedeutet Demenz "weg vom Geist" und bezeichnet eine anhaltende oder fortschreitende Beeinträchtigung des Gedächtnisses, des Denkens oder anderer Hirnleistungen. Es gibt verschiedene Formen von Demenz, die auf unterschiedlichen Ursachen beruhen. Die häufigste Form ist die Alzheimer Krankheit.
    Es ist möglich, dass kognitive Störungen erst in fremder Umgebung auffallen.  Dazu gehören Probleme mit der Orientierung, Veränderungen im Verhalten und der Persönlichkeit, Schwierigkeiten bei alltäglichen Verrichtungen, Vergesslichkeit und Konzentrationsschwierigkeiten.

  • Delir
    Im Gegensatz zur Demenz, die schleichend beginnt,  kann ein akuter Verwirrtheitszustand ein sogenanntes Delir (sinngemäß übersetzt „aus der Spur geraten“) plötzlich und unerwartet auftreten. Auch bei einem Delir gibt es verschiedene Formen bei der u.a. Störungen im Antrieb (gesteigert oder reduziert), im Bewusstsein und in der Aufmerksamkeit zu finden sind.
    Mit Behandlung der Ursache tritt in der Regel eine Besserung ein.

Hier finden Sie eine Übersicht, die unser EVV-Partnerkrankenhaus in Eutin gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum Schleswig-Holstein zur Unterscheidung beider Arten erstellt hat.

Eine kleine Auswahl an kostenlosen Demenz-Broschüren finden Sie im Servicecenter und vor dem Büro der Demenzbeauftragten im 1. OG des Haupthauses.

Besondere Aufgaben Demenzbeauftragte in der Pflege

  • Unterstützung, Beratung und Fallbegleitung auf den Stationen
  • Ansprechpartner für Angehörige u.a. bei demenzspezifischen Fragestellungen
  • Schulungen und Praxisanleitung von Mitarbeitern und Angehörigen
  • Leitung Qualitätszirkel (Demenz-AG)
  • Erarbeitung von Pflegekonzepten und Standards
  • Netzwerkarbeit
  • Café für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz

Liebe Angehörige von Patienten mit Demenz!

Zur ganzheitlichen Versorgung unserer Patienten gehören selbstverständlich auch Sie als Angehörige.


Als vertraute Personen können Sie dazu beitragen, die Situation im Krankenhaus erheblich zu verbessern:

  • Unterstützen Sie ihren Angehörigen, indem Sie ihn zur Aufnahme begleiten und seinen Sie ggf. als Vermittler tätig. Das gibt Sicherheit!
  • Halten Sie bei der Aufnahme alle wichtigen Dokumente bereit, wie z.B.
    • Einweisung
    • Bundesmedikationsplan
    • Überleitungsbogen
    • Patientenverfügung
    • Vorsorgevollmacht bzw. Betreuungsverfügung
    • relevante Informationen (Krankengeschichte)
  • Informieren Sie das Pflegepersonal der Station über Gewohnheiten, Vorlieben und Besonderheiten ihres Angehörigen, damit darauf angemessen eingegangen und gehandelt werden kann.
  • Nutzen sie dafür z.B. den Informationsbogen der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
  • Bringen Sie gerne vertraute Gegenstände/Hilfsmittel mit, sie sind  für die Orientierung von Nutzen z.B.
    • Brille
    • Hörgeräte
    • Fotos
    • „Kuschel“-Kissen
    • Uhr
    • Kalender usw.
  • Auf Wunsch beziehen wir Sie gerne in die Pflege mit ein. Auch Anleitungen/Schulungen im Rahmen der Familialen Pflege sind möglich.
  • Wenn es Ihnen möglich ist, besuchen Sie oder andere vertraute Personen ihren Angehörigen während des Krankenhausaufenthaltes regelmäßig.
  • Informieren Sie das Pflegepersonal, wenn Ihnen Veränderungen an Ihrem Angehörigen während des Krankenhausaufenthaltes auffallen!

Café für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz

Mit einer Demenz können Persönlichkeitsveränderungen, Vergesslichkeit und dadurch ständige Wiederholung und Orientierungslosigkeit, innere Unruhe, ein geänderter Tag-Nacht-Rhythmus, aber auch Beschuldigungen und Beschimpfungen einhergehen. „Dieses Verhalten kann für die pflegenden Angehörigen sehr belastend sein. Sie kommen selbst nicht mehr zur Ruhe, sind erschöpft und kommen an ihre Grenzen“, sagt Yvonne Hillebrand, Demenzbeauftragte im Krankenhaus Reinbek. Sie bietet gemeinsam mit ihrer Kollegin Annet Reitenbach, die für das St. Adolf-Stift als Pflegetrainerin in der Familialen Pflege arbeitet,  an jedem 4. Mittwoch im Monat von 14.30 bis 16.00 Uhr ein Angehörigen-Café an. Es richtet sich speziell an alle pflegenden Angehörigen von Menschen mit Demenz und bietet die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen mit Menschen in einer ähnlichen Situation auszutauschen und dabei Alltagsfragen, Belastungen, aber auch gelungene Hilfen zur Sprache zu bringen. Es werden auch Wünsche entgegen genommen für Kurzvorträge, die alle Teilnehmer interessieren, etwa das Thema Ernährung oder „Wie schaffe ich mir Entlastung“.


Bitte melden Sie sich bei uns an, wenn Sie Interesse haben. Gegebenenfalls setzen wir Sie zunächst auf eine Warteliste.

Projekt „Nestelschnecke Lisbeth“

Ein fester Bestandteil in der Demenzarbeit ist die Nestelschnecke-„Lisbeth“. Die durch ehrenamtliche Helfer individuell und mit Liebe gefertigten Häkelschnecken werden als Geschenk nestelnden, unruhigen oder ängstlichen Patienten ausgehändigt. Der Erfolg am Patienten (Beziehungsaufbau - Beschäftigung- Förderung der Wahrnehmung – setzen von Reizen usw.) bestärkt uns, dieses Projekt fortzuführen.

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