Sektion Norddeutsches Shunt Zentrum Lachs Rgb

Norddeutsches Shunt-Zentrum

Im Shunt-Zentrum des Gefäßzentrums Reinbek legen wir bei Nierenerkrankungen in einer OP Zugänge für die Blutwäsche, die so genannte Dialyse. Der Schwerpunkt besteht in der Anlage und Reparatur von sogenannten Shunts (einer operativ hergestellten Verbindung zwischen einer Vene und einer Arterie am Arm). Wir legen und wechseln aber auch Akut-Dialyse-Katheter und Bauchfellkatheter.

2995 Shunt Chirurgie Jester 1414

Shunt-Zentrum

Norddeutsches Shunt-Zentrum
Simone
Ziska-Ramm
Telefon
040 / 72 80 - 54 44
Fax
040 / 72 80 - 23 13
KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT
Hamburger Straße 41
21465
Reinbek

Ihr Weg zur Shunt-Sprechstunde

Die Inidkationssprechstunde des Norddeutschen Shuntzentrums finden Sie im 3.OG zwischen den Stationen 11 und 12. Wenn Sie im 3. OG aus dem Treppenhaus oder den Fahrstühlen kommen, ist das „Shunt-Zentrum“ ausgeschildert. Im 3. OG befinden sich dann auch die gefäßchirurgische Station 10 und die Dialyse.

Indikationssprechstunde Shunt-Zentrum

Wenn Sie als Patient geplant zu uns kommen, dann werden Sie uns zunächst in der Shuntsprechstunde kennenlernen. In diesem ersten Kontakt werden wir mit einfachen Untersuchungen mit Ihnen zusammen einen Fahrplan erstellen.

Wir sind von Montag bis Freitag von 9-14 Uhr für Sie da. Zu Ihrem Termin sollten Sie möglichst einen aktuellen Arztbrief Ihres zuweisenden Nephrologen, eine Krankenhauseinweisung  und Zeit mitbringen.

Terminvereinbarung montags bis freitags von 8.00 bis 15.00 Uhr bei Frau Ziska-Ramm unter Telefon 040 / 72 80 - 54 44.

Bei uns Shunt-Chirurgen stehen Sie als nierenkranker Patient im Mittelpunkt.

Dr. Isabell Jester und Dr. Frank Johnsen beschäftigen sich als Gefäßchirurgen seit vielen Jahren ausschließlich mit der Dialysezugangschirurgie und führen im Jahr ca. 1000 Operationen durch.  Wir haben Zuweisungen von Flensburg über Heide, Stade bis in den Harz. Wir sind wie ein kleiner Familienbetrieb und legen großen Wert auf persönlichen Kontakt.
Patienten mit einer fortgeschrittenen Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz) benötigen zur Entgiftung des Körpers und/oder zur Ausscheidung von Flüssigkeit mehrfach in der Woche eine Blutwäsche (Dialyse). Beide Funktionen sind die Aufgaben der Nieren, die im Falle einer Insuffizienz diese nicht mehr vollständig erfüllen können. Für die Blutwäsche werden pro Sitzung in mindestens 4 Stunden ca. 80 Liter Blut gewaschen. Hierzu wird eine Anschlussmöglichkeit am Körper benötigt, die einfach und sicher zu erreichen ist.
Dies kann im Notfall ein Katheter in der Halsvene sein, der allerdings immer eine Verbindung zwischen Außen und Innen und damit eine Infektionsgefahr darstellt. Deshalb wird für die Dauerbehandlung eine Kurzschlussverbindung (Shunt) zwischen einer möglichst oberflächlichen Vene und einer Arterie am Arm hergestellt, die nach ausreichender Reifung des Systems die benötigte Menge Blut leicht zugänglich liefern kann. Dazu wird die Shuntvene für jede Dialyse mit 2 Nadeln punktiert. Über eine Nadel gelangt das Blut in die Maschine, über die andere das bereits gewaschene Blut zurück in den Körperkreislauf. Anschließend werden die beiden Nadeln wieder entfernt und der Patient kann mit zwei Pflastern auf dem Arm wieder nach Hause gehen. Das gesamte System liegt also „unter Putz“.
Das Norddeutsche Shunt-Zentrum ist als überregionale Anlaufstelle auf derartige Zugänge und die Reparaturarbeiten an diesem System spezialisiert. Wenn Sie als Patientin/Patient geplant zu uns kommen, dann werden Sie uns zunächst in der Sprechstunde kennenlernen. In diesem ersten Kontakt werden wir mit einfachen Untersuchungen mit Ihnen zusammen einen Fahrplan erstellen. Wenn eine Operation erforderlich ist, werden wir einen Aufnahmetermin auf unsere gefäßchirurgische Station vereinbaren. Hier liegen Sie dann in direkter Nachbarschaft zur hausinternen Dialyse.

Das Team des Norddeutschen Shunt-Zentrums am Krankenhaus Reinbek

  • Sektionsleiterin
    Dr. med. Isabell Jester
    Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie
  • Sektionsleiter
    Dr. med. Frank Johnsen
    Facharzt für Chirurgie
  • Assistentin
    Simone Ziska-Ramm
    Sprechstundenleitung Shunt-Zentrum

Wir bieten das gesamte Spektrum der Dialysezugangschirurgie an

  • Shunt-Erstanlagen
    • mit präzisen kleinen Zugangswegen
    • Erlangung maximaler Punktionsstrecken durch Anschlüsse möglichst handwärts
    • Wenn möglich immer mit eigenen Gefäßen auch unter Verwendung eines OP-Mikroskopes für besonders feine Nahttechnik
    • Alternativ Prothesenshunt-Anlagen aus  frühpunktierbaren Materialien mit gewebeschonender Tunnelierungstechnik zur Vermeidung eines Dialysekatheters
  • Shunt-Revisionen (-reparaturen)
    • vorzugsweise mit körpereigenem Material aber auch unter Einsatz von Biomaterialien oder hochwertigen Gefäßprothesen
  • Hybrid-Operationen  (offene und interventionelle Technik in einer OP)
  • Sonographisch geführte intraoperative Interventionen (Ohne Belastung durch Kontrastmittel und Röntgenstrahlen)
  • Anwendung  neuer Techniken (Surfacer®, HeRo®) bei entsprechender Indikation
  • Minimlainvasive Liposuktion (Fettabsaugung) über zu tief im Gewebe positionierten Shuntvenen als Alternativverfahren zur klassischen Hochverlegung
  • Aufwändige Drosselungsoperationen mit ProVena ®-Banding
  • Anlage von modernen Doppellumen-Hämodialyse-Kathetern per Punktion
  • laparoskopisch assistierte Katheteranlagen zur Bauchfelldialyse

 

  • Shuntchirurgie bei Kindern
    • in Kooperation mit dem KfH-Nierenzentrum für Kinder und Jugendliche und der Nephrologie der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am UKE in Hamburg
  • Intra- und postoperative duplexsonografische Flussmessung zur Qualitätskontrolle
  • Interventionelle Therapie mit kontrastmittelsparenden Verfahren zur Nierenschonung
  • Gefäßaufdehnungen auch mit Cutting-Balloons, Implantation von  Stents und Stentprothesen
  • Schonende Punktion  von noch unreifen Shuntvenen und schwierigen Punktionsbedingungen mit Kunststoff-Dialysenadeln zur Vermeidung von Dialysekathetern
  • Wöchentliche interdisziplinäre Shunt-Konferenz
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Bildergalerie

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Das Norddeutsche Shunt-Zentrum stellt sich vor

Die Spezialisiten für Shunt-Chirurgie in Norddeutschland

Die Sektionsleiter Dr. Isabell Jester und Dr. Frank Johnsen beschäftigen sich als Gefäßchirurgen seit Jahren ausschließlich mit der Dialysezugangschirurgie. Im ShuntZentrum Hamburg-Barmbek haben sie bis 2016 mehrere Tausend Operationen rund um den Dialysezugang durchgeführt. Seit 2017 arbeitet das erfahrene Team im Krankenhaus Reinbek im neu gegründeten Norddeutschen Shunt-Zentrum.

Beratung und OP aus einer Hand

In der Sprechstunde werden die Patienten von den Shuntchirurgen selbst untersucht und sonografiert. Gemeinsam mit den Patienten und den zuweisenden Nephrologen wird dann die weiterführende Diagnostik besprochen und die individuelle Therapiestrategie festgelegt. Wir bieten operative und interventionelle Verfahren ambulant und stationär an. Dabei wird großer Wert auf die Behandlung aus einer Hand gelegt.

Interdisziplinäre Behandlung mehrfach erkrankter Patienten

Stationäre Patienten werden in die Abteilung für Gefäßchirurgie aufgenommen und dort von den Shuntchirurgen und Nephrologen interdisziplinär betreut. Gefäßchirurgen, Nephrologen und Radiologen kümmern sich eng verzahnt um alle Themen von Nierenerkrankung bis Dialysezugang. Die Shuntchirurgen bieten zusammen mit dem Team der Gefäßchirurgischen Abteilung von Chefarzt Dr. Matthias Schneider das gesamte Spektrum der Dialysezugangschirurgie inklusive der laparoskopisch assistierten Implantation von Bauchfelldialyse-Kathetern an.
Die Nephrologen unter der Leitung von Priv.-Doz. Dr. Markus Meier betreuen die Patienten in der stationären Dialyseabteilung, die sich direkt neben der gefäßchirurgischen Station und der Shunt-Sprechstunde befindet. An 11, zukünftig 16 Plätzen werden die Patienten entsprechend ihrem gewohnten Dialyse-Schema in Absprache mit der Heimatpraxis dialysiert.
Gemeinsam mit den erfahrenen Radiologen um Chefarzt Prof. Dr. Gerrit Krupski-Berdien im Haus werden alle perkutanen interventionellen Verfahren auch durch nierenschonende Gefäßdarstellung mit CO2 durchgeführt. Zur weiteren Diagnostik stehen das MRT und CT zur Verfügung.
Unter einem Dach werden für die oft vielfältig erkrankten Patienten zahlreiche weitere diagnostische und therapeutische Möglichkeiten bereitgehalten. Als interdisziplinäres Team stimmen wir so die Behandlung optimal auf den nierenkranken Patienten ab.

Gesamtes Team

Sektionsleiterin
Dr. med. Isabell Jester
Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie
Schwerpunktbezeichnung: Gefäßchirurgin
Zusatzbezeichnung: Endovasculäre Chirurgie (DGG), Palliativmedizin
Klinischer Schwerpunkt: Shuntchirurgie, Drosselungs-Operationen, Kontrastmittelsparende, komplexe Shuntrevisionen, Duplexsonographie, sonographisch geführte Demerskatheter-Anlagen
Sektionsleiter
Dr. med. Frank Johnsen
Facharzt für Chirurgie
Schwerpunktbezeichnung: Gefäßchirurg
Zusatzbezeichnung: Endovaskulärer Chirurg
Klinischer Schwerpunkt: Shuntchirurgie, Endovaskuläre Hybridoperationen, Duplexsonographie, Sonographie-unterstützte Gefäßoperationen
Assistentin
Simone Ziska-Ramm
Sprechstundenleitung Shunt-Zentrum
shunt@krankenhaus-reinbek.de
040 / 72 80 - 54 44