Schwangerschaftswoche 19

Jetzt sind Sie bereits in der 19. Schwangerschaftswoche und Sie dürfen ruhig ein bisschen stolz auf sich sein. Schließlich haben Sie schon Beachtliches geleistet und bald ist Halbzeit!

Für die meisten werdenden Mütter beginnen ab jetzt die schönsten Wochen der Schwangerschaft: Der Bauch stört noch nicht und ihre gesunde Lebensweise lässt sie Bärenkräfte entwickeln.
Dennoch sollten Sie sich Pausen gönnen und Ihren langsam einsetzenden "Nestbautrieb" unter Kontrolle halten.
 Sicher, es gibt noch viel vorzubereiten bis zur Geburt. Aber viel wichtiger ist es, dass Sie fit sind und gute Nerven behalten.

Gruppe 19

Und Ihr Kind?

Immer kräftiger werden die Püffe und Stöße Ihres Kindes in den nächsten Wochen. Leider häufig gerade dann besonders intensiv, wenn Sie sich zum Ausruhen hinlegen: Ihre Bewegungen wiegen Ihr Baby in den Schlaf. 



Wenn Sie sich aber ruhig hinsetzen oder legen, bemerkt es die Veränderung und macht verstärkt aus eigener Kraft "Turnübungen". Dazu kommt, dass Sie selbst natürlich die Bewegungen Ihres Kindes eher bemerken, wenn Sie nicht durch Ihre eigenen Aktivitäten abgelenkt sind. Ob ein Kind sehr viel oder eher wenig strampelt ist aber auch typbedingt. Vergleichen Sie Ihre Erlebnisse also lieber nicht zu detailgenau mit denen anderer werdender Mütter.

Beim Baby bilden sich hinter den Zahnknospen für die Milchzähne die Anlagen für die bleibenden Zähne.

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Kleine "Zipperlein"?

Auf ein paar körperliche Beschwerden sollten Sie sich jetzt einstellen.
Zum Beispiel vermindert sich durch die hormonelle Umstellung und das steigende Körpergewicht häufig die Spannkraft der Venen. Am besten Sie legen Ihre Beine so oft wie möglich hoch. Auch Wechselduschen, Wassertreten, Schwimmen und flotte Spaziergänge halten die Durchblutung Ihrer Venen auf Trab. Wenn Sie merken, dass Sie zu Krampfadern neigen, sind Stützstrumpfhosen eine große Hilfe. Ebenso häufig klagen viele Schwangere über Verstopfung. Nehmen Sie jedoch auf keinen Fall Abführmittel! 



Ballaststoffreiche Kost bringt Ihren Darm genauso auf Touren. Wenn es mal gar nicht geht, trinken Sie auf nüchternen Magen ein halbes Glas Pflaumensaft. Fragen Sie aber vorsichtshalber den Arzt, denn selbst bei diesem natürlichen Mittel kann es ab und zu Gegenanzeichen geben. 



Auch Hämorrhoiden sind für jede dritte Schwangere ein Problem. Im akuten Fall gibt es eine ganze Reihe von sanften Mitteln dagegen, wie zum Beispiel medizinische Sitzbäder und Salben. Ihr Frauenarzt, ein Hautarzt oder ein Proktologe kann diese verordnen. Mit Ihrer Hebamme können Sie ebenfalls über diese und andere Themen sprechen. Sie kennt aus langer Erfahrung die Beschwerden von schwangeren Frauen gut und steht Ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Bleiben Sie also gelassen. Wenn Ihr Baby erst einmal da ist, werden Sie all diese Beschwerden ganz schnell vergessen haben

Langsam wird es eng im Bauch...

Ihr Baby wird immer größer, doch nicht nur der Bauchumfang nimmt zu, Ihr Kleines drückt auch auf den Magen. Um unnötiges Völlegefühl zu vermeiden, ist es sinnvoll, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Legen Sie also neben Frühstück, Mittagessen und Abendessen zwei bis drei Zwischenmahlzeiten ein. 



Das hat zudem den Vorteil, dass Sie sich und Ihr Baby gleichmäßig mit Nährstoffen versorgen. Doch achten Sie auf die Energiezufuhr: eine ideale Zwischenmahlzeit ist z.B. etwas Obst, ein Joghurt oder ein zuckerfreies Müsli mit Milch.

...kostet jedes Kind einen Zahn?

Eigentlich ein Ammenmärchen. Trotzdem beruht diese Annahme auf einer medizinischen Wahrheit, nämlich auf dem erhöhten Mineralstoff- und Calciumbedarf einer schwangeren Frau. Ist der nicht gedeckt, wird dies den Zähnen entzogen. Achten Sie deswegen auf eine ausreichende Zufuhr, z. B. durch Milchprodukte. Obwohl in der Regel schwangeren Frauen Milch empfohlen wird , reicht ein halber Liter pro Tag vollkommen aus. Nur bei extrem eiweißarmer Ernährung sollten Sie mehr als einen halben Liter Milch pro Tag trinken.

Calzium ist zur Bildung starker Knochen und Zähne, zur Blutgerinnung und zur Muskelarbeit notwendig und schützt gegen hohen Blutdruck. Die Zahnbildung bei Ihrem Baby beginnt schon sehr früh, deshalb ist genügend Kalzium in den ersten Schwangerschaftsmonaten sehr wichtig. Es ist in Milchprodukten, Blattgemüse, Meeresalgen, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Möhrensaft und Nüssen enthalten. In der Schwangerschaft ist der Bedarf fast doppelt so hoch. Allerdings vermindern z. B. die in Spinat und Kakao enthaltenen Säuren die Kalziumaufnahme.

Auch regelmäßige Zahnpflege ist in dieser Zeit besonders wichtig. Zum Zahnarzt sollten Sie auch während Ihrer Schwangerschaft einmal gehen. Vorsorgen ist bekanntlich besser als bohren.

Lebensmittel, die Sie besser meiden: Mettbrötchen, Sushi, Tiramisu, Camembert..

Natürlich gibt es in der Schwangerschaft auch gewisse Tabus - nicht alles, was Ihnen bekommt oder Ihnen lieb ist, ist auch für Ihr Baby gut. Das gilt für Alkohol und Zigaretten. Aber auch für Nahrungsmittel?

Gerade bei manchen (rohen) Lebensmitteln ist Vorsicht geboten, denn sie können gefährliche Bakterien oder Parasiten beherbergen. Denn Erreger, die ansonsten mit dem Kochen oder Braten abgetötet werden, könnten sich auf Ihr Kind übertragen.

Eine Salmonellen-, Listeriose- oder Toxoplasmoseinfektion können Sie umgehen, indem Sie gewisse Lebensmittel meiden.

  • Rohes Fleisch und Fisch, wie zum Beispiel Mett, Tartar, Rohwürste, "blutig" oder Medium gebratenes Rindersteak und Sushi.
  • Rohe Eier und daraus hergestellte Speisen (Tiramisu, Mayonnaise, Mouse au Chocolat). Auch das weich gekochte Frühstücksei kann noch Salmonellen enthalten. Deshalb lieber hart kochen.
  • Rohmilch und daraus hergestellte Produkte (z. B. Camembert). Fragen Sie an der Kühltheke, welche Käsesorten geeignet sind. Entfernen Sie möglichsten von allen Käsen die Rinde, um einem Risiko aus dem Weg zu gehen.

Auch sollten Sie in den frühen Wochen der Schwangerschaft nur kleine Mengen Leber verzehren – die hohen Gehalte des fettlöslichen Vitamin A sind für Ihr Baby nicht optimal.

Eis aus der Eisdiele oder vom fahrenden Eismann birgt unter Hygiene-Aspekten grundsätzlich ein etwas höheres Risiko als industriell hergestelltes und verpacktes Eis. Aber wenn bei der Herstellung alle Hygienevorschriften beachtet werden, dann ist es nicht problematisch und Sie können es gerne in Maßen genießen. Vorsichtshalber sollten Sie aber darauf achten, dass die Eisdiele einen hygienischen Eindruck erweckt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, dann sollten Sie auf Sahne aus Sahnemaschinen lieber verzichten.

Herzlich willkommen!

Lernen Sie die Kreißsäle und die Mutter-Kind-Station bei uns im KRANKENHAUS REINBEK kennen. Bei einem Rundgang durch die Räume beantworten wir gerne all Ihre Fragen zu Schwangerschaft, Geburt und Wochenbettzeit. 



Wir erwarten Sie an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat um 18:00 Uhr in unserem Hörsaal im UG zu unserem Informationsabend. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
 Die genauen Termine finden Sie unter anderem auf unserer Überblicksseite zur Geburt im Kalender.



Nächste Woche ist die Halbzeit Ihrer Schwangerschaft erreicht!