Schwangerschaftswoche 17

Nun sind Sie in der 17. Schwangerschaftswoche. Während die Stimmungsschwankungen der Anfangszeit vermutlich vorbei sind, plagen Sie nun vielleicht andere Beschwerden. Diese sind leichter zu ertragen, wenn Sie sich vor Augen führen, was dahinter steckt.

Gruppe 17

Wie geht es Ihnen und dem Kleinen?

Ihr Körper leistet Erstaunliches, sorgt dafür, dass sich ein neuer Mensch entwickelt und optimal versorgt wird - in diesem Sinne können Sie mächtig stolz auf sich sein. Von Freunden oder der Familie dürfen Sie dafür ruhig ein paar Extra-Streicheleinheiten kassieren.

Vielleicht schwitzen Sie jetzt stärker (bedingt durch das zusätzliche Blut in Ihrem Kreislauf) und haben eine verstopfte Nase. Das sind häufige Begleiterscheinungen in der Schwangerschaft, die nach der Geburt wieder verschwinden.



Das Baby ist gewachsen und der Gebärmutterfundus (höchster Punkt der Gebärmutter) ist in der Mitte zwischen Schambein und Nabel angekommen. Jetzt ist das Kind schwerer als die Plazenta. Es nimmt Geräusche wahr und reagiert auch manchmal schon darauf.

Impfungen während der Schwangerschaft

Wenn Sie in dieser Zeit in Länder reisen möchten, für die eine vorbeugende Impfung empfohlen ist oder vorgeschrieben ist, sollten Sie sich zuvor eingehend beraten lassen. Impfungen gegen Tuberkulose, Cholera oder Gelbfieber sind sehr problematisch und sollten vermieden werden.
Impfungen gegen Kinderlähmung (Polio), Wundstarrkrampf (Tetanus) und Grippe gelten dagegen eher als ungefährlich.

Ssw17 Fotolia 14006849 Paar 1414

Der häufige Gang zur Toilette

Ihr Baby wird allmählich so schwer, dass es anfängt auf Ihre Blase zu drücken. Dazu kommt, dass die glatte Muskulatur Ihres Körpers schlaffer wird: Ein natürlicher Vorgang um die Gebärmutter ruhig zu stellen, der allerdings auch den Darm und die Blase träger macht. 



Schwangere bekommen daher leichter Verstopfung und Harnwegsinfektionen. Doch Sie können vorbeugen: Trinken Sie mindestens zwei Liter Flüssigkeit am Tag, ernähren Sie sich ballaststoffreich und gehen Sie in regelmäßigen Abständen auf die Toilette. 



Auch Bewegung bringt den Darm in Schwung. Abführmittel sollten Sie dagegen als werdende Mutter auf keinen Fall nehmen: Sie können Wehen auslösen. Leinsamen oder ähnliches schadet dagegen nicht.

Tun Sie Ihren Beinen etwas Gutes

Wie bei Blase und Darm machen sich das Gewicht des Babys sowie der veränderte Muskeltonus auch bei den Venen bemerkbar. Sie müssen Schwerstarbeit leisten, um das Blut aus den Beinen wieder zum Herzen zu befördern.



Um Krampfadern vorzubeugen und die Beine zu entlasten, sollten Sie ruhig öfter mal die Füße hoch legen.Wackeln Sie dann mit den Zehen, kreisen und wippen Sie mit den Füßen. Auch zügige Spaziergänge sind gut für Venen und Durchblutung.



Im Job gilt: Wer viel sitzt, sollte ab und zu aufstehen und ein paar Schritte laufen. Wenn Sie viel stehen, ist es dagegen gut, sich in regelmäßigen Abständen zu setzen und möglichst die Beine hochzulegen.

Unser Tipp: Wenn Sie bereits Krampfadern haben, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen, ob individuell angepasste Stützstrümpfe sinnvoll sind.

Krankheiten in der Schwangerschaft - Thema: Kopfschmerzen

Egal ob Kopfschmerzen unter den Begriff "Erkrankungen" fallen oder nicht - Kopfschmerzen sind wohl die häufigsten und sicherlich je nach Ausprägungsgrad unangenehmsten (Dauer-) Probleme während aber auch vor und nach der Schwangerschaft.
Nimmt man aber im nicht schwangeren Zustand mal schnell eine entsprechende Schmerztablette, so sollte mit dem Baby im Bauch dieser Griff zu Medikamenten aber immer reiflich abgewogen werden.



Die Ursachen des Kopfschmerzes sind genauso vielfältig wie die Art und Lokalisation unterschiedlich sein können. Versuchen Sie erst einmal den Auslöser des Kopfschmerzes heraus zu finden. Häufige Ursachen sind Stress, Wetterwechsel, ungesunde Körperhaltung (viel Sitzen), Nackenverspannung, Umwelteinflüsse wie schlechte Luft, zu wenig Bewegung, Erschöpfung oder Überanstrengung - aber auch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft. Versuchen Sie, die Ursache möglichst zu vermeiden, indem Sie sich häufigere Ruhephasen gönnen, einen ausgedehnten Spaziergang machen oder auch die Arbeitsposition ändern.



Ein Kirschkernkissen auf die schmerzende Kopfregion, sowohl kalt (Eisfach) als auch warm (Mikrowelle) angewendet, bringt schon häufig Linderung. Wenn aber auch dies nicht hilft und die oben erwähnten Dinge nicht die gewünschte Schmerzerleichterung bringen, zögern Sie nicht zu lange mit der Anwendung von Schmerzmitteln.



Denn wenn der Kopfschmerz erst einmal richtig Besitz von Ihnen ergriffen hat, muss die Medikamentendosierung schon wesentlich höher ausfallen, als wenn Sie einfach eine Stunde eher zu den Tabletten gegriffen hätten. Paracetamol können Sie laut Packungsanweisung über einen kurzen Zeitraum nehmen. Bitte stellen Sie sich bei anhaltenden Kopfschmerzen bei Ihrem Arzt vor.

Informationsabend in der Geburtshilfe

Falls Sie noch nicht bei uns waren: Wir laden Sie herzlich zu unserem Informationsabend ein. Ein Arzt / eine Ärztin, eine Hebamme und eine (Kinder-) Krankenschwester geben Ihnen viele Infos und Tipps rund um das Thema Schwangerschaft und Geburt.



Wir beantworten Ihre Fragen und zeigen Ihnen die Mutter-Kind-Station und unseren neuen Kreißsaal, der sich auf einer Ebene mit der Mutter-Kind-Station befindet.


Wir erwarten Sie an jedem 1. und 3. Dienstag im Monat um 18:00 Uhr in unserem Hörsaal im Untergeschoss. 


Nächste Woche beginnt der 5. Monat!