Schwangerschaftswoche 40

Nun ist die letzte der 40. Schwangerschaftswochen angebrochen. Der lang ersehnte Tag rückt näher und vermutlich sind Sie auch froh, dass es bald geschafft ist. Vielleicht haben Sie auch leichten Durchfall, was evtl. auch auf Ihre Nervosität zurückzuführen ist. Ihr Baby ist ca. 51 cm groß. Der Kopf drückt gegen den weichen Muttermund und Sie spüren links oder rechts unter den Rippen heftige Stöße.



Der Geburtstermin rückt täglich näher und wahrscheinlich sind Sie jetzt wirklich froh, wenn das Baby endlich da ist.

Gruppe 40

Geht es meinem Baby gut?

Keine Angst, Ihr Arzt / Ihre Ärztin achtet sehr genau darauf. Sie haben in dieser Woche sowieso noch einen regulären Vorsorgetermin. Und falls Ihr Kind sich länger Zeit lässt, werden Sie in immer kürzeren Abständen erneut in die Praxis oder Klinik gebeten.



Es gibt verschiedene Methoden festzustellen, ob das Baby noch optimal versorgt ist. Dazu gehören etwa Ultraschall oder  die Aufzeichnung der kindlichen Herztöne. Falls Ihr Baby sich sehr viel Zeit lässt, wird möglicherweise ein Wehenbelastungstest gemacht. Eine mögliche Methode: Sie bekommen geringe Mengen eines wehenanregenden Mittels. Dann werden Ihre Wehen und die Herztätigkeit des Kindes mit einem CTG aufgezeichnet (CTG = Cardiotokogramm). Wie der Kreislauf des Babys auf die Kontraktionen reagiert, erlaubt Rückschlüsse darauf, ob das Kind gut versorgt ist oder irgendein Problem vorliegt.



Sie dürfen jedenfalls darauf setzen, dass Ihr Baby auch dann gesund und auf ganz natürlichem Weg auf die Welt kommen wird, wenn es sich noch etwas Zeit lässt. In der überwiegenden Zahl der Fälle beginnt die Geburt genau dann, wenn Mutter und Kind soweit sind.

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Der Start ins Leben -
Der APGAR-Test sagt, wie es Ihrem Baby geht

Gleich nach der Geburt macht Ihr Baby seinen ersten Gesundheitscheck durch - den APGAR-Test. Das ist der wichtigste Bestandteil der ersten Vorsorgeuntersuchung, der U1. Eine, fünf und zehn Minuten nach der Geburt prüfen Arzt oder Hebamme Atmung, Puls, Muskelspannung, Aussehen und Reflexe Ihres Babys. Für jeden Bereich bekommt Ihr Baby Punkte (Höchstzahl aller Punkte = 10), die in ein gelbes Untersuchungsheft eingetragen werden.



Diesen Vorsorge-Pass bekommen Sie mit nach Hause. Später nehmen Sie ihn bitte immer mit zum Kinderarzt, der die Ergebnisse der weiteren Vorsorgeuntersuchungen einträgt. Zur U1 gehören auch Wiegen, Messen der Körperlänge und des Kopfumfangs sowie eine Untersuchung des Nabelschnurblutes. Sie erlaubt Rückschlüsse darüber, ob Ihr Kleines während der Geburt immer ausreichend mit Sauerstoff versorgt war.

Nach wenigen Tagen ist es Zeit für die U2

Zwischen drittem und zehntem Lebenstag, meist am fünften, ist die zweite Vorsorgeuntersuchung, die U2 fällig. Wenn Sie noch in der Klinik sind, wird der Vorsorge-Check dort gemacht. Haben Sie jedoch ambulant entbunden oder sind Sie bereits nach zwei, drei Tagen nach Hause gegangen, müssen Sie unbedingt sofort einen Termin beim Kinderarzt abmachen.



Die so genannte Basisuntersuchung U2 ist besonders wichtig, weil das Blut Ihres Babys auf eventuelle angeborene Stoffwechselstörungen hin untersucht wird. Darüber hinaus wird Ihr Kind erneut von Kopf bis Fuß untersucht. Der Arzt tastet seine Organe ab, prüft die Reflexe, untersucht Wirbelsäule und Hüften sowie Darmausgang und Geschlechtsorgane.
Im St. Adolf-Stift führen wir auf der Mutter-Kind-Station mit einem speziellen Gerät auch einen Hörtest durch.
Ergibt sich bei den ersten beiden Untersuchungen nichts Auffälliges, heißt das: Ihr Baby ist gesund!

Wir im KRANKENHAUS REINBEK ST. ADOLF-STIFT wünschen Ihnen alles Gute für die Geburt und einen guten Start in das Leben mit Ihrem Kind!