Schwangerschaftswoche 26

Nun ist Ihre 26. Schwangerschaftswoche angebrochen und ab und zu spüren Sie vermutlich eine seltsame, leicht hüpfende Bewegung in Ihrem Bauch: Ihr Baby hat Schluckauf. 

Keine Sorge, das schadet nicht und ist auch nicht unangenehm. Sie dürfen sich also ruhig an den kleinen Hicksern freuen. Vielleicht kann Ihr Partner sie sogar spüren, wenn er die Hand auf Ihren Bauch legt.

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"Hallo Baby, hier ist dein Papa!"

Wenn Sie nun mit Ihrem Baby sprechen, dringt Ihre Stimme zu ihm durch. Sie klingt allerdings etwas anders als Menschen in Ihrer Umgebung sie wahrnehmen. Schließlich sind die Ohren Ihres Kleinen voller Fruchtwasser, das hat eine dämpfende und verzerrende Wirkung. Trotz der ständigen Geräusche in seiner Umgebung kann Ihr Baby aber auch Laute von außen wahrnehmen. Etwa die Stimme Ihres Partners. Werdende Väter können also ruhig mal zu Ihrem ungeborenen Kind sprechen, wenn sie am Bauch ihrer Partnerin horchen oder die Hand darauf legen.

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Der nächste Gang zu Ihrem Arzt

Ihre 5. Vorsorgeuntersuchung steht an. Wie bei den vergangenen Terminen gehören Blut- und Urintests zum Programm. So lässt sich feststellen, ob Ihr Eisenwert stimmt, Ihr Stoffwechsel in Ordnung ist und Blase und Nieren gesund sind. Wieder wird Ihr Blutdruck gemessen. Der Arzt ertastet den Fundusstand, also wie hoch der obere Rand der Gebärmutter jetzt reicht. Die Lage Ihres Babys wird zwar ebenfalls kontrolliert, ist jetzt aber noch nicht entscheidend.



Eventuell wird Ihr Arzt Ihnen einen Diabetes-Test vorschlagen. Unter dem Einfluss der Hormone kann sich bei werdenden Müttern ein "Gestationsdiabetes" (umgangssprachlich: "Zucker") entwickeln (Vergleiche SSW 18). Das bleibt häufig unbemerkt, kann aber unter anderem zu sehr großen und schweren Babys führen. Dadurch steigt die Gefahr von Komplikationen bei der Geburt. Sollte bei Ihnen Diabetes festgestellt werden, müssen Sie Ihre Ernährung umstellen. Das beugt den unerwünschten Folgen vor. Nach der Geburt Ihres Kindes kehrt Ihr Stoffwechsel in den Normalzustand zurück.

Schwangerschaftsstreifen?

In Ihrer Haut können sich an Stellen, die von unten her gedehnt werden (Schwangerschafts-) Streifen bilden. Diese verblassen nach der Geburt.

Unser Tipp:

Massieren und cremen Sie Ihren Bauch mit sanften Ölen oder Cremes immer gut ein, damit die Haut elastisch und gut durchblutet bleibt.

Unser Ernährungstipp bei Völlegefühl

Ihr Baby wird immer größer und drückt auch auf den Magen. Um unnötiges Völlegefühl zu vermeiden, ist es sinnvoll, über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und nicht, wie gewohnt, den Speiseplan mit drei Mahlzeiten zu füllen. Legen Sie also neben Frühstück, Mittagessen und Abendessen zwei bis drei Zwischenmahlzeiten ein. Das hat zudem den Vorteil, dass Sie sich und Ihr Baby gleichmäßig mit Nährstoffen versorgen. Doch achten Sie auf die Energiezufuhr: eine ideale Zwischenmahlzeit ist etwas Obst, wie z. B. ein Apfel, der gleichzeitig Vitamin C liefert.



Essen Sie viel ballaststoffreiche Kost, das hält Ihre Verdauung genauso gut auf Trab wie Abführmittel, die aber Wehen auslösen können! Und falls doch mal nötig, empfehlen wir auf nüchternen Magen ein halbes Glas Pflaumensaft zu trinken.
Fragen Sie aber vorsichtshalber Ihren Arzt. Selbst bei diesem natürlichen Mittel gibt es ab und zu Gegenanzeigen.