Zentrale Notaufnahme Lachs Rgb

Im Notfall - was ist zu tun?

Wählen Sie den Notruf 112!

  • Wo genau ist der Notfallort?
  • Was ist genau passiert bzw. welche Beschwerden hat die erkrankte Person?
  • Wie sind Sie telefonisch zu erreichen?
  • Gibt es Rückfragen? Nicht einfach auflegen!

 

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Was ist ein echter Notfall?

Bei  folgenden Symptomen sollten Sie unbedingt den bundeseinheitlichen Notruf 112 wählen:

  • Unfällen mit schweren Verletzungen
  • schwerer Atemnot,
  • allergischem Schock oder Kreislaufkollaps z. B. nach Insektenstich
  • Bewusstlosigkeit
  • plötzlichen Brustschmerzen als Anzeichen für einen Herzinfarkt
  • plötzliche Sprachstörungen oder Lähmungen als Anzeichen für einen Schlaganfall
  • sehr starken Schmerzen
  • akuten Vergiftungen
  • oder sogar einem Atem- oder Kreislaufstillstand.

Achtung, beenden Sie das Gespräch erst, wenn die Mitarbeiter der Leitstelle Sie dazu auffordern.

Folgen Sie den Anweisungen der Mitarbeiter der Leitstelle, etwa zur Einleitung Erster Hilfe-Maßnahmen. Eventuell bleibt der Leitstellenmitarbeiter auch in der Leitung, bis die Kollegen vom Rettungsdienst eintreffen, um Sie zu unterstützen.

Unsicher?

Egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Wenn Sie sich unsicher sind,  ob es sich um eine wirklich lebensbedrohliche Situation ist, wählen Sie lieber einmal zu viel 112.

Die Mitarbeiter in der Leitstelle können  einschätzen, ob ein Rettungswagen oder sogar ein Notarzt geschickt werden muss.

Einge Betroffene möchten lieber mit dem eigenen Auto statt mit einem Rettungswagen zur Notaufnahme fahren. Dieses ist nur für nicht so dringliche oder schwere Notfälle ratsam, denn oft dauert es länger selbst zu fahren als zu warten bis der Rettungsdienst bei Ihnen zuhause ist. Oder vor Aufregung gefährden Sie sich und andere im Straßenverkehr oder finden nicht den Eingang zur ZNA oder finden keinen Parkplatz.

ZNA - Zentrale Notaufnahme im St. Adolf-Stift

Im Krankenhaus Reinbek gibt es seit 2017 nur noch eine ZENTRALE NOTAUFNAHME für alle Notfälle - ganz gleich ob Sie einen Unfall hatten, Herzbeschwerden oder einen allergischen Schock.

Unsere Zentrale Notaufnahme (ZNA) befindet sich im Erdgeschoss links neben dem Empfangstresen  am Haupteingang.

Hier werden Sie interdisziplinär behandelt. Zunächst wird eine Ersteinschätzung der Dringlichkeit Ihrer Symptome vorgenommen und eventuell bereits weitere Diagnostik (Blutuntersuchung, Röntgen) veranlasst. Der Wartebereich für nicht so dringende Fälle befindet sich im modernisierten Foyer. Lebensbedrohliche Fälle - auch aus Rettungstransporten - werden als erstes behandelt.

Für den Fall, dass ein Notfallpatient direkt von Angehörigen mit dem Auto ins Krankenhaus gebracht wird, steht Ihnen am mit PkW erreichbaren Eingang zum Untergeschoss des St. Adolf-Stiftes (Einfahrt Hamburger Straße/ Maria-Merkert-Straße/ Tunnel unter dem Krankenhaus-Haupteingang) ein Notfall-Telefon an einer rot/gelb-gestreiften Säule zur Verfügung. Dort können Sie Hilfe anfordern, die Ihnen etwa beim Transport Ihres Angehörigen ins Krankenhaus hilft.

Wenn möglich, bringen Sie bitte die folgenden Dinge mit ins St. Adolf-Stift

  • Ihre Krankenkassen-Chipkarte
  • die Medikamente, die sie eingenommen haben / einnehmen
  • vorhandene Allergie, Notfall, Röntgen oder Impfpässe.

Notfall-Nummern im St. Adolf-Stift

Im Notfall sind wir täglich 24 Stunden für Sie erreichbar.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine telefonischen Diagnosen abgeben und keine Rezepte oder Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausstellen können. Vielen Dank.

  • ZNA - Zentrale Notaufnahme (für alle Notfälle), EG, Telefon: 040 / 72 80 - 33 10
  • Kreißsaal  (im 2. OG) unter Telefon:  040 / 72 80 - 35 20
  • Gynäkologische Notfälle unter Telefon: 040 / 72 80 - 30 08
  • Rettungswache am Krankenhaus Reinbek: Telefon 040 / 72 80 - 23 12
    (Achtung, bitte immer besser den bundesweiten Notruf: 112 über die Leitstelle wählen, da keine Telefon-Zentrale in Rettungswache vorhanden ist ).

Notfall-Nummer: Telefon 112

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Wann reicht ein Besuch in der Anlaufpraxis der KV?

Die Ärzte der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Schleswig-Hostein sind abends und am Wochenende / Feiertagen die richtigen Ansprechpartner für die Gebrechen, mit denen Sie  werktags in die Praxis Ihres Hausarztes gehen, wie etwa Grippale Infekte, Infektionskrankheiten wie Masern oder Röteln, Blasenentzündung, Ohrenschmerzen oder Durchfallerkrankungen.

Für den ärztlichen Bereitschaftsdienst hat die Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein im Krankenhaus Reinbek eine Anlaufpraxis eingerichtet. Dieser Dienst wird reihum von niedergelassenen Ärzten nur außerhalb der normalen Sprechzeiten angeboten.

Die KV-Anlaufpraxis hat folgende Öffnungszeiten:

  • montags, dienstags, donnerstags von 19.00 - 21.00 Uhr
  • mittwochs und freitags von 17.00 - 21.00 Uhr
  • samstags, sonntags, feiertags von 10.00 - 13.00 und 17.00 - 21.00 Uhr

Die Leitstelle des ärztlichen Bereitschaftsdienstes der kassenärztlichen Vereinigung ist außerhalb der regulären Praxiszeiten der niedergelassenen Ärzte telefonisch erreichbar unter der

  • bundesweit einheitlichen kostenlosen Rufnummer 116 117.

Unter dieser Nummer können Patienten um einen ärztlichen Hausbesuch bitten, wenn sie körperlich nicht in der Lage sind, eine Anlaufpraxis aufzusuchen oder Informationen zu den nächst gelegenen Anlaufpraxen und zu den diensthabenden HNO- oder Augenärzten abrufen.


Mehr Informationen dazu auf der Seite der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein.

Starke Alarmzeichen für einen Schlaganfall - dann sofort 112 – da jede Minute zählt: „Time is brain“!

  • plötzliche Lähmung von Arm/Bein oder Gesicht
  • Sehstörung oder Einschränkung des Gesichtsfeldes
  • Sprachstörung
  • Taubheitsgefühl einer Körperseite
  • plötzlich stärkste Kopfschmerzen (wie nie zuvor)
  • plötzliche Gangstörungen und Fallneigung
  • plötzlich starker Schwindel

Auch ohne das genaue Eintreten dieser Symptome kann es ein Schlaganfall ist

Wenn Sie unsicher sind: bitten Sie die betroffene Person

  • zu lächeln
  • beide Arme gleichzeitig zu heben und
  • einen einfachen Satz verständlich zu formulieren

Hat die Person mit nur einer dieser Aufgaben Schwierigkeiten, alarmieren Sie sofort 112!

Starke Alarmzeichen für einen Herzinfarkt - dann sofort 112 – jede Minute zählt!

  • schwere, länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme, Schulterblätter, Hals, Kiefer, Oberbauch ausstrahlen können (v.a nächtliches Erwachen mit Schmerzen im Brustkorb ist es ein eindeutiges Symptom)
  • starkes Engegefühl
  • heftiger Druck im Brustkorb
  • Brennen im Brustkorb
  • Atemnot
  • zusätzlich: Übelkeit, Brechreiz, Angst, Schwächegefühl (auch ohne Schmerz), evtl. Bewusstlosigkeit, blasse, fahle Gesichtsfarbe, kalter Schweiß

Jemand ist bewusstlos und atmet nicht mehr?

Wenn jemand plötzlich zusammenbricht, er nicht mehr auf Ansprache reagiert und nicht mehr normal atmet, rufen Sie den Notarzt (112) und beginnen Sie mit Wiederbelebungsmaßnahmen – haben Sie keine Angst es zu versuchen, Sie können Leben retten, indem Sie sich an dieses Motto halten:

PRÜFEN - RUFEN - DRÜCKEN

  • Prüfen Sie Herzschlag und Atmung
  • Alarmieren Sie als erstes den Rettungsdienst: 112.
  • Setzen Sie mit dem Handballen der einen Hand in der Mitte des Brustkorbes an und legen die andere Hand darüber und beugen sich über den Patienten.
  • Drücken Sie kräftig und schnell in der Mitte des Brustkorbes bis Hilfe kommt.
  • Drücken Sie möglichst 100 mal pro Minute.
  • Ein Beatmen ist nicht so wichtig wie das regelmäßige und kräftige Drücken.