Universität Sharjah verleiht Ehren-Professur an vier Reinbeker Ärzte

Als Gastdozenten engagieren sie sich in der Ausbildung von Medizinstudenten in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
 Ehrenprofessoren der Universität Sharjah

Besondere Ehre für vier Krankenhausärzte des St. Adolf-Stiftes. Am Donnerstagmittag (8. Juli 2021) wurden zwei Chefärzte und zwei leitende Ärzte des Krankenhauses Reinbek als „Adjunct Faculty Professor“ der Universität Sharjah (Vereinigte Arabische Emirate) ernannt. Zu dieser Ehrung sind der Universitätsrektor und Vizepräsident Prof. Hamid Al Naimiy und der Dekan aller medizinischen Fakultäten Prof. Qutayba Hamid Al Healy extra aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eigens nach Reinbek gereist. Die Universität wurde 1997 vom Regenten des Emirates Sharjah Sheikh Sultan bin Mohamed Al-Qasimi gegründet, der auch ihr Präsident und Vorsitzender des Vorstandes ist. Es ist die größte Universität der Vereinigten Arabischen Emirate. Der Unterricht für die internationale Studentenschaft findet auf Arabisch und Englisch statt. Ein großer Schwerpunkt ist die Medizinische Fakultät, die 2011 gegründet wurde und auch über ein Lehrkrankenhaus verfügt.

Hier werden seit Jahren im November medizinische Kongresse abgehalten. Seit 6 Jahren nehmen an den deutsch-emiratischen Konferenzen auch Ärzte aus dem Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift teil. Die Initiative ging von Prof. Dr. Nicolas Abou Tara aus, einem Zahn-Mund-Kieferchirurgen aus Syrien, der seit vielen Jahren in Hamburg lebt und praktiziert hat und aufgrund seines Studiums in Syrien Kontakte in den arabischen Raum unterhält. Prof. Abou Tara hatte für einige arabische Patienten eine medizinische Behandlung im Krankenhaus Reinbek angebahnt, die aufgrund der Schwierigkeitsstufe in den Heimatländern nicht durchgeführt werden konnte. Prof. Nicolas Abou Tara: „So habe ich die Experten in Reinbek kennen und schätzen gelernt und dem Dekan in Sharjah für unsere jährliche Konferenz empfohlen.“ Mittlerweile waren bereits 4 Mediziner aus dem St. Adolf-Stift als Gastdozenten in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Und auch Medizinstudenten aus Sharjah haben in Reinbek vor allem bei Operationen hospitiert.

Prof. Dr. Tim Strate, Chefarzt der Chirurgischen Klinik sagt: „Besonders die großen Tumoreingriffe, die wir hier in Reinbek regelhaft durchführen, interessieren unsere Kollegen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten sehr.“ Strate selbst ist in den vergangen 6 Jahren bereits ein Dutzend Mal in Sharjah gewesen, zuletzt war er zudem als Gastprofessor an der Abnahme der Staatsexamina für Medizin beteiligt. In den vergangenen Jahren wurde er von Kollegen aus der Chirurgie und Onkologie begleitet. „Die Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät in Sharjah ist sehr fruchtbar. Wir sind im regen Austausch und haben bereits gemeinsam mehrere Studien in hochrangigen wissenschaftlichen Magazinen veröffentlicht. Aber nicht nur wissenschaftlich, auch medizinisch rücken wir zusammen. Ein sehr begabter Arzt, ehemaliger Student der Universität Sharjah, Dr. Louai Aghwan arbeitet seit drei Jahren in meiner Abteilung und strebt den deutschen Facharzt für Chirurgie an, was in den Vereinigten Arabischen Emiraten hoch angesehen ist. “

Universitätskanzler Prof. Hamid Al Naimiy sagte bei der Urkunden-Verleihung: „Es ist uns eine besondere Freude und Ehre, die geschätzten Kollegen aus Reinbek als außerordentliche Fakultäts-Professoren in unseren Reihen zu wissen. Der fruchtbare Austausch wird von uns sehr hoch geschätzt.“
Dekan Prof. Qutayba Hamid Al Healy bekräftigte: „Durch die tatkräftige Unterstützung aus Reinbek profitieren unsere Studenten nicht nur fachlich enorm, sondern auch persönlich, da sich ‚ihre‘ Professoren vor Ort um sie kümmern und sie in die Kultur Deutschlands einführen.“


Diese 4 Reinbeker Ärzte sind ab sofort „Adjunct Faculty Professor“ der Universität Sharjah (VAE) und können die Ehrenprofessur zusätzlich zu ihren in Deutschland erworbenen Titeln mit dem Zusatz „Prof (Univ. Sharj.)“ tragen:

1.    Prof. Dr. med. Tim Strate, Chefarzt der Chirurgischen Klinik
Facharzt für Chirurgie, Schwerpunktbezeichnung: Viszeralchirurgie, Thoraxchirurgie, Zusatzbezeichnung: Spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie, spezialisiert auf Tumoroperationen, insbesondere Darm, Bauchspeicheldrüse, Ösophagus, Magen sowie auf Hernienchirurgie (Bauchwand- und Leistenbrüche)
2.    Dr. med. Cay-Uwe von Seydewitz, Chefarzt der Abteilung für Onkologie, Hämatologie und Palliativmedizin
Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunktbezeichnung: Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin, Diabetologie
3.    Dr. med. Human Honarpisheh FEBS (HP), Geschäftsführender Oberarzt der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Facharzt für Chirurgie, FEBS (HPB), Schwerpunktbezeichnung Viszeralchirurgie, Zusatzbezeichnung: Spezielle Viszeralchirurgie, Proktologie, spezialisiert auf die onkologische Chirurgie des oberen Gastrointestinaltraktes (Speiseröhre, Magen, Bauchspeicheldrüse)
4.    Dr. Dr. med. Klaus Johann Niehaus, Senior Surgeon der Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie
Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie, Zusatzbezeichnung: spezielle Viszeralchirurgie, plastische Chirurgie, spezialisiert auf die onkologische Chirurgie und plastische Operationen.

 

 

Über das Krankenhaus Reinbek

Das Krankenhaus Reinbek St. Adolf-Stift ist ein freigemeinnütziges Krankenhaus mit expandierender Entwicklung und überregionalem Einzugsgebiet direkt an der östlichen Stadtgrenze von Hamburg. Es verfügt über 351 Betten in den Fachrichtungen Kardiologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Hämato-/Onkologie und Palliativmedizin sowie der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Gefäßchirurgie, Urologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Anästhesie und Intensivmedizin, interventionelle Radiologie sowie  Gynäkologie und Geburtshilfe.

Jährlich werden über 19.000 stationäre und 25.000 ambulante Fälle behandelt und 9.000 Operationen durchgeführt. Im St. Adolf-Stift arbeiten rund 1.000 Menschen in den unterschiedlichen Bereichen. Es ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Hamburg und einer der größten Ausbildungsbetriebe in Reinbek. Das christliche Menschenbild ist Grundlage und Maßstab unseres Handelns.

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